09.11.2017 03:30 | Alexander Wolf

Fußball: Trainerwechsel in Oberliederbach

Main-Taunus Asad Ahmad und Bülent Öztürk sind nicht mehr Trainer bei Fußball-Verbandsligist SG Oberliederbach. Dafür übernehmen die Reserve-Coaches Thomas Schlierbach und Maico Rivera. Nach dieser Personal-Rochade hofft Tobias Merz als Sportlicher Leiter beim 14. der Mitte-Staffel auf eine Wende zum Positiven.

Auch der spielende Co-Trainer Bülent Öztürk nahm seinen Hut. Bilder >
Auch der spielende Co-Trainer Bülent Öztürk nahm seinen Hut. Bild: Marcel Lorenz

„Für das Derby gegen den FC Eddersheim hätte ich mich auch zusammen mit Armin Watkowiak an die Linie gestellt“, meint Merz mit Blick auf das morgige, ungleiche Duell zwischen dem Viertletzten Oberliederbach und dem Klassenprimus von der Staustufe.

Derby am Freitag

Weil die Verantwortlichen der krisengebeutelten SGO freitagabends (19.30 Uhr) zu Hause eine deutliche Niederlage befürchten müssen, spielten Merz und Co. mit dem Gedanken, das neue Trainer-Duo Schlierbach und Rivera aus der Schusslinie zu nehmen und die ehemaligen Trainer der Zweiten Mannschaft erst nach dem spielfreien Wochenende in die Verantwortung zu ziehen. „Tommy meinte aber, dass es doch am besten sofort losgehen sollte“, berichtet Merz von den Gesprächen mit seinem neuen Cheftrainer. Der 33-jährige Schlierbach bildete zusammen mit Rivera zuletzt ein erfolgreiches Duo in der Kreisoberliga. Mit mannschaftlicher Geschlossenheit und Qualität in den eigenen Reihen erreichte der spielende Übungsleiter dort bis jetzt Platz vier. „Am Dienstagmittag habe ich Tobi zugesagt, dass ich den Job bei der Ersten übernehmen werde. Das ist man dem Verein schon schuldig“, berichtet Schlierbach. Montags nach dem Rücktritt des Trainer-Duos gab es die ersten Gespräche. Schlierbach bat aber um Bedenkzeit. Er hatte die Entwicklung der Verbandsliga-Truppe verfolgt und war sowohl bei Heim- als auch bei einigen Auswärtsspielen – zuletzt in Kinzenbach – dabei. Um die Schwere der Aufgabe weiß der ehemalige Verbandsliga-Spieler also. „Auch wenn es nach außen hin jetzt so aussieht, als wäre ich ein Nutznießer der schlechten Situation bei der Ersten“, meint der neue Coach. „Eigentlich war es nicht einfach, das Projekt bei der Zweiten einfach so liegenzulassen. Ich musste ja meine aktive Karriere als Spielertrainer von heute auf morgen beenden.“

Trotzdem traut Schlierbach Rivera und sich selbst die Verbandsliga zu. „Die Qualität ist bei den Jungs schon da. Wir müssen nur das Vertrauen ins uns selbst wieder wecken“, meint er. Dafür möchte er an einigen Stellschrauben drehen. „Zum Beispiel lasse ich ein Fußballspiel gerne mehr über die Breite als durch die Mitte aufbauen. Zudem geht es natürlich auch um die Einstellung, ein Spiel unbedingt für sich entscheiden zu wollen.“ So hoffen die Oberliederbacher ohne den gesperrten Dennis Leopold, Sebastian Hirschle und mit Fragezeichen hinter den angeschlagenen Kahsai Ghebrezghi, Max Walentowitz, Alex Trumpp bereits morgen gegen Eddersheim auf eine Überraschung.

Sieg im Pokal

„Warum sollten wir es nicht probieren?“, meint auch Merz. Der Sportliche Leiter war gemeinsam mit den scheidenden Trainern Ahmad und Öztürk für die Kaderplanung zuständig und betont, dass sein Team den FCE im Pokal diese Saison schon geschlagen hat. „Wir haben ja nicht elf Blinde auf dem Platz. Natürlich fehlen uns viele Stammspieler, das als einzigen Grund für die Misere zu nennen, wäre aber zu einfach.“ Von dem Trainerwechsel erhofft er sich einen neuen Impuls. „Ich habe die Mannschaft nach Asads und Bülents Entscheidung gefragt, ob sie das Gefühl haben, ein Team zu sein“, berichtet der Manager. „Die Antwort war: ,Auf dem Platz nicht!’.“ Mindestens bis zum Winter sollen Schlierbach und Rivera dies nun ändern. Nach dem Eddersheim-Spiel geht es im Kreispokal gegen Gruppenligist Flörsheim weiter, ehe mit Dietkirchen, Fernwald und Biebrich die nächsten Brocken in der Liga warten. „Was nach dem Winter passiert, muss man sehen. Es muss ja schon für alle Beteiligten passen“, meint Merz. Und Thomas Schlierbach, der gegen Eddersheim und eventuell auch danach einige Zweite-Mannschaftsspieler „hochziehen“ möchte, stellt abschließend klar: „Wir werden uns voll reinhauen. Im Fußball sind manche Dinge nicht erklärbar, man kann aber immer beißen und defensiv gut stehen. Dann werden wir ja sehen, ob Eddersheim ein Tor schießen kann.“

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