Tennis

Viel Grund zum Feiern

Von Alexander Wolf
Die haben Grund zur Freude: Die Damen 40 des TC BW Bad Soden mit Mara Solano, Meike Twietmeyer, Wally Walf, Sabine Mühlstedt und Kirsten Böttger (von links) mit Trainer Patrick Elias. Auf dem Bild fehlt Astrid Mecky.
FNP

Unter dem Strich stand für die Mannschaft um Spitzenspielerin Kirsten Böttger die Meisterschaft in der höchsten Spielklasse des Landes. Nur weil sie in einer Vierer-Liga spielten, dürfen die erfolgreichen Main-Taunus-Damen im nächsten Jahr nicht in der Regionalliga Tennis spielen.

„Eigentlich war es aber gut, dass wir in der Vierer-Liga gestartet sind. Sonst hätten wir die Ausfälle nicht so gut kompensieren können“, gibt Böttger zu. Sie selbst fiel zum Beispiel mit einer Zerrung im vorletzten Saisonspiel gegen Obertshausen aus. Nach der 2:4-Niederlage war der Gewinn der Meisterschaft vor dem Showdown mit dem TC Bad Homburg in großer Gefahr. Nur weil Böttger sich schnell erholte und auch Meike Twietmeyer ins Team zurückkehrte, konnte das Finale um den Titel mit 6:0 gewonnen und anschließend ausgelassen gefeiert werden.

Dass Mara Solano, die all ihre Einzelmatches gewann, Astrid Mecky mit einer ebenfalls makellosen Einzel-Bilanz, Sabine Mühlstädt, Walburga Walf sowie die bereits erwähnten Böttger und Twietmeyer zur Meisterschaft marschierten, war nicht nur wegen des eindeutig gewonnenen Endspiels verdient. Schon im ersten Saisonabschnitt untermauerten die Bad Sodenerinnen ihre Ausnahmestellung mit Siegen in Lampertheim (5:1), gegen SKG Frankfurt (6:0) und in Heusenstamm (4:2). Das 3:3 gegen Sportwelt Rosbach schärfte kurz vor der Sommerpause die Sinne. Nach fast zwei Monaten Pause kamen die Bad Sodener Damen auch im August gut aus den Startlöchern. Nach dem 5:1 bei FTG Frankfurt schien die Meisterschaft nur noch Formsache zu sein. Der große Coup geriet nur durch den Ausrutscher gegen Obertshausen und dem gleichzeitigen Sieg von Kontrahent Bad Homburg gegen SKG Frankfurt nochmals in Gefahr. „Am Ende war es doch eine ganz klare Sache“, erinnert sich Sprecherin Böttger an die schon vor den Doppeln fest stehende Meisterschaft.

Auf der heimischen Anlage durfte also zusammen mit den ebenfalls erfolgreichen Damen I- und II-Teams gefeiert werden. „Es ist schon schade, dass man nach einer solchen Saison nicht aufsteigen kann“, gab Böttger zu bedenken. Deswegen spielen die Bad Sodenerinnen sogar mit dem Gedanken, die Vierer-Hessenliga wieder zu verlassen und 2019 in einer Sechser-Liga mitzumischen. „Das macht aber nur Sinn, wenn wir personell so gut aufgestellt sind, dass wir Ausfälle auch weiterhin kompensieren können.“ Zu den Meister-Damen müssten also noch ein oder zwei Neuzugänge kommen, die den Kader quantitativ und qualitativ stärken.

Bis solche Entscheidungen im Herbst oder Winter getroffen werden können, dürften die Tennis-Damen 40 aus Bad Soden weiter stolz auf ihren Hessenmeister-Titel blicken und sich auf eine positive gemeinsame Zukunft freuen.

(awo)

Alexander Wolf