06.11.2017 03:00 |

Fußball-Hessenliga: Als echte Männer zum Dreier

Ginsheim Ein kampfstarker VfB Ginsheim hat die Spvgg Neu-Isenburg am Samstag klar mit 4:1 bezwungen. Und dennoch haderte hinterher einer aus dem siegreichen Team.

Das 1:0 ist gefallen: Francesco Teodonno (re.) wird von seinen Ginsheimer Mannschaftskollegen Jörg Finger und Kamil Kwiaton geherzt.
Das 1:0 ist gefallen: Francesco Teodonno (re.) wird von seinen Ginsheimer Mannschaftskollegen Jörg Finger und Kamil Kwiaton geherzt. Bild: Uwe Kramer

Sie ließen einen Flankenlauf von Patrick Hartmann zu, ebenso seine Hereingabe. Das Anschlusstor von Paul Schellhorn zum 2:1 war dann auch nicht mehr zu verhindern. 66 Minuten waren gespielt, und plötzlich drohte es nochmal eng zu werden für die Hessenliga-Fußballer des VfB Ginsheim.

Doch dann hatte das VfB-Trainerduo Carsten Hennig/Artur Lemm die Idee, erst Liam Fisch, kurz danach auch Mahdi Mehnatgir einzuwechseln. Letztlich gewannen die Ginsheimer das Neulingsduell gegen die Spvgg Neu-Isenburg mit 4:1 (1:0). Weil Fisch acht Minuten nach seiner Hereinnahme losstürmte, aus 25 Metern abzog und den Ball ins untere Eck rauschen ließ (78.). Und weil Mehnatgir, nachdem ein Schuss von Giuseppe Carbone geblockt worden war, aus der Drehung zum 4:1 traf. Für beide ausgewechselt worden waren Francesco Teodonno und Nils Fischer wegen muskulärer Probleme.

Entscheidend war für Lemm, dass der VfB in der zweiten Hälfte „Männerfußball gezeigt“ habe: „Wir sind richtig hart in die Zweikämpfe gegangen.“ Dass der Sieg verdient war, erkannte auch Gästecoach Peter Hoffmann an: Der VfB sei den Gästen in Sachen Zweikampfverhalten und Aggresivität voraus gewesen. Hoffmann warf seiner Mannschaft vor, „die ersten 25 Minuten verschlafen“ zu haben. Die auch in dieser Phase lauf- und durchsetzungsstarken Ginsheimer führten nach 17 Minuten mit 1:0. Nach Flanke von Carbone köpfte Berat Karabey an den Pfosten, den Abpraller drückte Teodonno ins Tor.

Eigentlich hätte es zu diesem Zeitpunkt schon 2:0 stehen müssen: Karabey tauchte nach verunglücktem Rückpass von Daniel Sachs allein vor Torhüter Lazar Kacarevic auf – und schoss den Keeper an, obwohl er schon am Boden lag. „Es läuft zurzeit nicht so gut bei mir, ich habe mir für diese Saison viel mehr vorgenommen“, sagte der letztjährige VfB-Torjäger Nummer eins mit 22 Treffern. Ein Tor, sein viertes in der laufenden Runde, schoss Karabey ja doch noch. In der 51. Minute zirkelte er den Ball von der Strafraumgrenze zum 2:0 ins Netz.

Dass dieser zweite Treffer nicht schon früher gefallen war, machte dem VfB zu schaffen. Zumal sich nach dem starken Beginn „eine gewisse Zufriedenheit“ im Ginsheimer Spiel einschlich. Die Blau-Weißen hätten sich mit weniger Laufintensität begnügt. Ein Neu-Isenburger Konter unmittelbar nach dem 1:0 hätte den Ausgleich bringen können, doch Marc Züge scheiterte an Torhüter Lukas Langenstein, den abgeklatschten Ball köpfte Züge knapp drüber (18.).

Lemm ließ durchblicken, dass seine Kabinenansprache in der Pause besonders eindringlich war. Das habe vielleicht nicht jeder Spieler verstanden, da man doch führte: „Aber es ging ja darum, gegen eine Tendenz anzuarbeiten.“ In der zweiten Halbzeit habe er auch nach dem 2:1 nicht das Gefühl gehabt, dass der VfB noch um den Sieg bangen muss: „Wir hatten das Spiel gut im Griff.“

VfB Ginsheim: Langenstein – Carbone, Bednarz, Platten, Ahmed, Fischer (70. Fisch), Görlich (61. Raspaglia), Karabey, Teodonno (75. Mehnatgir), Kwiaton, Jörg Finger.

Tore: 1:0 Teodonno (17.), 2:0 Karabey (51.), 2:1 Schellhorn (66.), 3:1 Fisch (78.), 4:1 Mehnatgir (84.). – SR: Berger (Herleshausen). – Zuschauer: 200.

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