10.11.2017 03:00 |

Fußball-Hessenliga: Ein Hauch von Bundesliga

Ginsheim Im Dreieicher Sportpark fordern die Fußballer des VfB Ginsheim heute Abend den Hessenliga-Meister heraus.

Eray Eren (li.) hat seine Sperre verbüßt und kann heute Abend für den VfB Ginsheim wieder spielen – und vielleicht ja auch mit seinem Teamkollegen Berat Karabey jubeln.
Eray Eren (li.) hat seine Sperre verbüßt und kann heute Abend für den VfB Ginsheim wieder spielen – und vielleicht ja auch mit seinem Teamkollegen Berat Karabey jubeln. Bild: Uwe Kramer

Sie haben bei Spitzenreiter TSV Lehnerz gepunktet (3:3), bei Regionalliga-Absteiger Teutonia Watzenborn-Steinberg (0:0) und bei RW Hadamar (1:0). Alles Hessenligisten, die stärker als der VfB Ginsheim eingeschätzt werden. Warum also sollten die Fußballer vom Altrhein nicht auch selbstbewusst zum zweitplatzierten SC Hessen Dreieich fahren?

Beim Hessenliga-Meister der vergangenen Saison, der aber auf den Aufstieg verzichtet hat, gastiert der VfB heute Abend (19.30 Uhr). Im Dreieicher Sportpark erwartet das Team des Trainergespanns Carsten Hennig/Artur Lemm ein Gegner, der mit höherklassig erfahrenen Spielern gespickt ist. Und aus der Kooperation mit Eintracht Frankfurt, der seinen Talenten so eine sportliche Perspektive unterhalb der Profimannschaft bieten will, hat der SC Hessen manchen jungen Spieler bekommen. SC-Trainer Rudi Bommer, mit Ralf Weber (Co-Trainer) und Karl-Heinz Körbel (Sportlicher Leiter) von weiteren Eintracht-Größen von einst unterstützt, hat folglich viel Qualität im Kader.

„Rechnen uns was aus“

„Wir werden da sehr fleißig gegen den Ball arbeiten müssen“, sagt Hennig, „aber wir haben gegen die Topmannschaften bewiesen, dass wir das können.“ Stürmer Berat Karabey sieht es genauso: „Auch gegen solche Mannschaften sind wir nicht ohne Chance. Wir rechnen uns da schon was aus.“

Eren kann wieder ran

Eray Eren, der seine Gelb-Rot-Sperre verbüßt hat, steht dem VfB wieder zur Verfügung. Fraglich ist, ob Francesco Teodonno spielen kann. Der 20 Jahre alte Stürmer hat sich beim jüngsten 4:1-Sieg gegen Neu-Isenburg eine Leistenverletzung zugezogen. Unklar ist auch, ob Eduardo „Edu“ Landu Mateus in den Kader zurückkehrt. Der 22-jährige Außenverteidiger ist zwar, nachdem er eine Pause wegen einer Knieverletzung einlegen musste, seit vergangener Woche wieder im Training. „Aber aus unserer Sicht macht er noch keinen hundertprozentig fitten Eindruck“, erklärt Hennig den Zweifel des Trainergespanns.

Wie berichtet, zieht sich Hennig in der Winterpause aus dem Trainerstab zurück, hört auch als Spieler auf. Ursprünglich habe er sich vorgenommen, die Saison zu Ende zu bringen. Dass er sich nun zum vorzeitigen Rückzug entschieden hat, begründet der 41 Jahre alte Gymnasiallehrer mit der beruflichen Belastung. Neue Herausforderungen am Arbeitsplatz hätten zu höherem Arbeitsaufwand geführt. „Ich brauche mehr Zeit, um das vernünftig machen zu können“, sagt er. Nicht zuletzt wolle er auch mehr Zeit für die Familie haben.

Wäre dem VfB nicht der Hessenliga-Aufstieg gelungen, hätte er schon im Sommer aufgehört, macht der ehemalige Zweitliga- und Regionalligafußballer deutlich. Aber das Erlebnis, mit seinem Heimatverein in Hessens höchster Liga zu spielen, habe er zum Karriereabschluss noch mitnehmen wollen. Auf acht Einsätze kam der Defensivspieler in dieser Saison. Doch mittlerweile ist der VfB auf Hennigs Positionen gut besetzt, da alle verletzten Defensivleute wieder fit sind: „Da ist es nicht mehr unbedingt nötig, dass ich spiele“, sagt der Routinier. „Und wenn ich nicht mehr spiele, ist ja auch die Frage, ob man unbedingt zwei Trainer braucht“, fügt Hennig hinzu. Die übliche Besetzung mit einem Chef- und einem Assistenztrainer tue es möglicherweise auch.

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