03.11.2017 03:30 |

Fußball-Hessenliga: Kamil Kwiaton ist eine echte Option

Ginsheim Die beiden Meisterschaftsrivalen der vergangenen Verbandsligasaison, VfB Ginsheim und Spvgg Neu-Isenburg, begegnen sich am Samstag wieder – nun in der Fußball-Hessenliga.

Tanz um den Ball auf engstem Raum: Kamil Kwiaton (Mitte), umzingelt von Seyis Gögdas (li.) und Basri Karakoc (re.) vom FC Türk Gücü Rüsselsheim.
Tanz um den Ball auf engstem Raum: Kamil Kwiaton (Mitte), umzingelt von Seyis Gögdas (li.) und Basri Karakoc (re.) vom FC Türk Gücü Rüsselsheim. Bild: Uwe Kramer

„Der Weg ist das Ziel“, sagt Artur Lemm, Trainer des VfB Ginsheim. Damit meint der Coach, der die Fußballer vom Altrhein im Gespann mit Carsten Hennig anleitet: Die Mannschaft soll sich fußballerisch stetig weiterentwickeln. Diesem Fortschritt ordnet der VfB das kurzfristige Ergebnisdenken im Tagesgeschäft Fußball unter. „Wir streben mittel- und langfristige Ziele an“, sagt Lemm, „wir wollen Spielkultur haben, wir wollen Fußball spielen und nicht bolzen.“

Er, Lemm, könne sich mit einer anderen Spielphilosophie nicht identifizieren. So kommt es, dass der Trainer zufrieden mit der Ginsheimer Leistung in Flieden ist, obwohl die Blau-Weißen dort mit 0:2 verloren. Aber „wir waren in der zweiten Hälfte in Unterzahl die bessere Mannschaft“, so Lemm. Einzig die Abwehrpatzer, die zu beiden Gegentoren führten, und die Harmlosigkeit im Angriff störten das Gesamtbild. Um nicht falsch verstanden zu werden, ergänzt Lemm: „Grundsätzlich will ich natürlich immer gewinnen, das ist doch klar.“

Trotz des Misserfolgs in Flieden, des ersten nach sechs Partien ohne Niederlage, stimmen die Zahlen nach wie vor, betont der Coach. Mit 18 Punkten aus 15 Spielen belegt der elftplatzierte VfB einen Nichtabstiegsplatz. „Wir standen ab dem dritten Spieltag immer überm Strich“, so Lemm. Gelänge dem Team morgen (14.30 Uhr) ein Heimsieg gegen Mitaufsteiger Spvgg Neu-Isenburg, hätten die Ginsheimer zur Saisonhalbzeit 21 Punkte – mehr als die Hälfte jener 40 Zähler, die wohl zum Klassenerhalt reichen. Lemm erinnert an Aufsteiger der vergangenen Hessenligasaison: Viktoria Kelsterbach, Viktoria Urberach, RW Darmstadt, die in dieser Liga nie so richtig Fuß fassten. Anders der VfB: „Wir haben die Liga richtig stark angenommen und stehen mittendrin.“

Nun geht es also gegen Neu-Isenburg. Der VfB-Rivale im Meisterschaftsrennen der vergangenen Verbandsliga-Saison findet sich auf dem zwölften Rang im Klassement. Die Ginsheimer holten schließlich den Titel, Neu-Isenburg sicherte sich in der Aufstiegsrunde noch einen Platz in der Hessenliga. Lemm erwartet ein ausgeglichenes Spiel. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe, wie es in den letzten Jahren immer der Fall war“, sagt der Trainer, „die Qualität beider Mannschaften liegt nicht weit auseinander.“ Die Spielvereinigung habe einen Kader mit vielen Routiniers, der VfB indes mit einem Durchschnittsalter von 23 Jahren die jüngste Mannschaft der Liga.

Im Vergleich zum Flieden-Spiel gibt es nur eine Änderung im Kader, da Eray Eren wegen einer Gelb-Roten Karte für ein Spiel gesperrt ist. Für die Anfangself wird also ein Platz im zentralen Mittelfeld frei. Es böte sich an, Francesco Teodonno aus dem Sturm nach hinten zu beordern, um dafür seine Angriffsposition neu zu besetzen. Der 20-Jährige „hat ein Superspiel gemacht in Flieden“, sagt Lemm. Auch dort habe er in der zweiten Hälfte, als der VfB wegen Erens Platzverweis nur noch zu zehnt war, eine Rolle im Mittelfeld gespielt. Alternativ wäre denkbar, Eren durch einen ähnlichen Spielertyp zu ersetzen. Kamil Kwiaton nämlich.

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