06.11.2017 03:00 |

Fußball-Gruppenliga: Rot-Weiß mit dickem Ausrufezeichen

Walldorf Gruppenligist Rot-Weiß Walldorf versäumte beim 2:1-Sieg gegen Fehlheim, mit seinem Tempofußball mehr Tore zu erzielen – und machte das Spitzenspiel so unnötig spannend.

Ball und Tor im Visier: Mario Gotta (Rot-Weiß Walldorf, li.), hart bedrängt von Christoph Geiß (VfR Fehlheim), auf dem Weg zur frühen 1:0-Führung.
Ball und Tor im Visier: Mario Gotta (Rot-Weiß Walldorf, li.), hart bedrängt von Christoph Geiß (VfR Fehlheim), auf dem Weg zur frühen 1:0-Führung. Bild: Uwe Kramer

Nach dem Schlusspfiff wurde im Mannschaftskreis erst einmal lauthals buchstabiert. „Gebt mir ein A – gebt mir ein U“, hieß es da. Und schließlich, ehe zu „Humba Humba Täterä“ Pogo getanzt wurde: „Gebt mir ein Ausrufezeichen.“ In der Tat haben die Gruppenliga-Fußballer des SV RW Walldorf gestern, da sie im Spitzenspiel den VfR Fehlheim mit 2:1 (2:0) besiegten, ein solches Zeichen gesetzt. Die gastgebende Mannschaft um Trainer Max Martin hat sich auf Rang drei verbessert und das Ihre getan, den Kontakt zur Ligaspitze nicht abreißen zu lassen.

Kurz vor dem Anpfiff musste Martin noch umstellen: Tobias Werther hatte sich beim Aufwärmprogramm am Knöchel verletzt. Für ihn verteidigte Dragan Niksic, aber seine furios aufspielenden Vorderleute sorgten dafür, dass er erst einmal wenig zu tun hatte.

Es war eine eindrucksvolle Vorstellung, die die Rot-Weißen in der ersten Halbzeit gaben. Ein enormes Tempo legten sie vor. Ihr Gegner kam kaum mit Verteidigen hinterher. Das fing schon in der 4. Minute an, als Mario Gotta auf VfR-Torhüter Florian Karlein zustürmte, den Ball aber an Keeper und Tor vorbei schlenzte. Zwei Minuten später machte er es besser: Erst köpfte Gotta an die Latte, den Abpraller nutzte er dann – 1:0. Dann scheiterte der quirlige Marc Eichfelder freistehend an Karlein (14.), ehe er eine scharfe Flanke von Christian Matheisen zum 2:0 ins Netz vollierte (21.).

Nicht zuletzt wegen dieser Phase sagte Trainer Martin: „Ich bin seit langem mal wieder zufrieden, weil wir das, was ich vorgegeben habe, umgesetzt haben. Die Laufbereitschaft, die Bereitschaft, Zweikämpfe anzunehmen, und die Organisation waren sehr gut.“ Erst ab Mitte der ersten Halbzeit kam Fehlheim allmählich ins Spiel. Aber wehe, wenn sich der Verbandsliga-Absteiger einen Ballverlust leistete. Dann gerieten die Bergsträßer ob rasanter Walldorfer Konter sofort in die Bredouille.

Trotzdem wollte es dem SV Rot-Weiß nicht gelingen, die vorzeitige Entscheidung zu erzwingen. „Wenn ich etwas zu bemängeln habe, dann, dass wir das 3:0 nicht gemacht haben“, sagte Martin, „und dass wir in der zweiten Halbzeit im Spielaufbau von hinten heraus zu passiv waren. Da haben wir dem Gegner zu viel Ballbesitz eingeräumt.“ Trotzdem kam Walldorf weiter zu guten bis sehr guten Torchancen. Nach Ecke von Fabian Borger schraubte sich Dominik Lewis in die Höhe, aber sein Kopfball verfehlte das Fehlheimer Gehäuse (58.). Noch näher kam Lewis dem 3:0, als er fünf Minuten später aus sechs Metern köpfte. Der Ball streifte auf seinem Weg Richtung Zaun noch die Latte. Auf der Gegenseite parierte RWW-Torhüter Kevin Darmstädter einen Kopfball von Dominik Melzer (76.). Jener Melzer, der zwei Minuten vor Schluss eine Unaufmerksamkeit der Walldorfer Abwehr mit dem 2:1 bestrafte. Sein Tor hütender Teamkollege Karlein hatte den VfR zuvor mit einer Glanztat im Spiel gehalten: Bei einem Eichfelder-Freistoß fischte er den Ball noch aus dem Eck (86.).

RW Walldorf: Darmstädter – Gotta, Niksic, Hammann, Lewis (81. Struwe), Eichfelder, Frank, Wohn, Scheurich, Matheisen (84. Beck), Borger.

Tore: 1:0 Gotta (6.), 2:0 Eichfelder (21.), 2:1 Melzer (88.). – SR: Celik (Pohlheim). – Zuschauer: 130.

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