10.11.2017 03:00 |

Volleyball: Volle Konzentration auf Leipzig

Rüsselsheim Vor dem Pokal-Highlight am kommenden Mittwoch (20 Uhr) gegen Rekordmeister VfB Friedrichshafen richtet sich der Fokus bei den Zweitliga-Volleyballern der TG Rüsselsheim II zunächst ganz auf das Ligaspiel in Leipzig.

Scheint seine Spieler geradezu beschwören zu wollen, die Gedanken noch nicht auf das nächstwöchige DVV-Pokalspiel gegen Erstligist Friedrichshafen zu lenken: Luis Ferradas, Trainer der TG Rüsselsheim II.
Scheint seine Spieler geradezu beschwören zu wollen, die Gedanken noch nicht auf das nächstwöchige DVV-Pokalspiel gegen Erstligist Friedrichshafen zu lenken: Luis Ferradas, Trainer der TG Rüsselsheim II. Bild: Uwe Kraemer

„Ich mache mir noch keine Gedanken über Friedrichshafen“, versichert TG Rüsselsheims Zweitliga-Trainer Luis Ferradas. All seine Gedanken kreisen derzeit aussschließlich um das anstehende Spiel in der 2. Bundesliga Süd bei den L. E. Volleys in Leipzig.

Erst nach dem Abpfiff am Samstagabend in Leipzig werde er sich mit dem prestigeträchtigen Pokalspiel gegen seinen früheren Verein zu beschäftigen beginnen. Und das erwartet der Trainer auch von seinen Spielern. „Denn Priorität hat die Liga“, betont Ferradas. Hier will er mit seiner Mannschaft „weiter oben mitspielen und die Erfolgswelle so lange wie möglich halten“.

Dass die Turngemeinde derzeit die Nummer eins in der 2. Liga Süd ist, nach sieben Partien punktgleich mit Schwaig und vor Eltmann und Freiburg die Tabelle anführt, will der TG-Coach nicht überbewertet haben. Wohlwissend, dass es im ausgeglichenen, starken Vierzehner-Feld der Südstaffel keinesfalls leicht sein wird, in der Spitzengruppe zu bleiben. „Aber wir genießen das natürlich und nehmen die Tabellenführung als Motivation, weiter vorne dabei zu sein.“

Am morgigen Samstag soll daher der nächste Sieg aufs Konto, zumal es gegen einen Abstiegskandidaten geht. Doch gleichwohl Leipzig noch sieglos und mit erst drei Punkten auf dem vorletzten Platz steht und jüngst selbst das Kellerduell beim Internat Frankfurt nicht für sich entscheiden konnte (2:3), warnt Ferradas eindringlich davor, die Gastgeber zu unterschätzen. „Das wäre der Anfang vom Ende. Wir müssen das Spiel so wichtig nehmen wie gegen Eltmann, Schwaig oder Friedrichshafen.“

Dabei müssen die Gäste erst einmal die lange, über 400 Kilometer lange Anreise in die sächsische Großstadt wegstecken. Ferradas rechnet mit sechs Stunden Fahrt. Ein Handicap will er darin aber nicht sehen. „Das war auch in Unterhaching so. Und dort haben wir 3:0 gewonnnen.“

Personell kann der Trainer aus dem Vollen schöpfen. Wahrscheinlich ist erstmals in dieser Saison auch Libero Paul Becker nach seiner langen Krankheitspause dabei.

Haben die TG-Spieler am Samstag ihre Hausaufgaben in der Liga gemacht, können sie sich dann voll auf den „Pokalkracher“ gegen Friedrichshafen konzentrieren. Für viele wird es im Achtelfinale des DVV-Pokals das erste Mal sein, gegen einen Erstligisten zu spielen. Und dann wartet auch gleich der Rekordmeister. „Das ist schon einmalig“, meint Neuzugang Max Jungmann, für den bereits die Zweite Liga Neuland ist. Nun kommt er sogar in den Genuss, einer ganzen Reihe von Nationalspielern gegenüberzustehen.

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