Kreisoberliga

Drei Knoten platzen im Keller

Antonios
Heiko Rhode (Heiko Rhode)/FNP

Jubel und Durchatmen beim Gruppenliga-Absteiger VfB Friedberg: Nach zuvor schon deutlichem Leistungsanstieg, aber fünf Niederlagen am Stück, gelang gestern mit einem 2:0 gegen Nachbar Türk Gücü II der erste Saisonsieg. Dasselbe Erfolgserlebnis hatten der SV Nieder-Weisel (8:1 gegen FV Bad Vilbel II) und SV Staden (3:0 gegen SC Dortelweil II). Derweil verpatzte der FC Karben die Rückkehr auf Platz eins: Beim SV Nieder-Wöllstadt geriet der Topfavorit mit 1:5 unter die Räder, so dass der SV Steinfurth vorn bleibt.

VfB Friedberg – Türk Gücü Friedberg II 2:0 (2:0): Der erste Saisondreier war für das Team von „Toni“ Tsiakalos nicht nur hochverdient – er hätte sogar deutlicher ausfallen können, wie VfB-Vorstand Carsten Lesiak betont: „Wir standen in der Defensive bombensicher und hatten zudem mit dem bis dato vereinslosen Radoslav Rusev einen Klasserückhalt zwischen den Pfosten. Bei Konterchancen für David Meyer und Ilja Tezkow hätten wir nach der Pause noch das 3:0 erzielen können, aber auch Türk Gücüs Schlussmann Louis Korn hielt stark.“ Die Tore des VfB markierten Benjamin Haase (38./per Kopfball nach Flanke Tanyel Fedler) und Dominique Waré (42./Martin Krank hatte durchgesteckt).

SV Nieder-Weisel – FV Bad Vilbel II 8:1 (6:0): Als ob die bis dato zählerlosen Gastgeber sämtlichen Frust aus ihren Beinen schießen wollten. „Die Einstellung war top bei uns. Mit frühem Pressing haben wir den Vilbelern enorm zugesetzt“, freute sich Weisels Sprecher David Smasal. Torfolge des einseitigen Spiels: 1:0/2:0 Lukas Mertes (3./nach einer Ecke, 10./aus sieben Metern), 3:0/4:0/5:0 alle Manuel Volp (15./Volleyabnahme, 20./Solo, 25.), 6:0 Nils Werner (45./per Abstauber), 6:1 Dragan Budimir (63.), 7:1 Kai Schnitter (67./per Kopf, Flanke Manuel Volp), 8:1 M. Volp (70./Zusammenspiel mit Jannik Hesse).

SV Staden – SC Dortelweil II 3:0 (1:0): „Wir waren drückend überlegen und konnten einen hochverdienten Sieg einfahren“, freute sich Stadens Fußballboss Heiko Schmidt. Schon in der 16. Minute hatte Pierre May eine Hereingabe von Marcl Wörner zum 1:0 genutzt. Das 2:0 (59.) ging auf das Konto von Otto Weber, der von einem Fehlabspiel des Dortelweiler Keepers Eryk Langlitz profitierte und daraufhin vier Gegenspieler zu Slalomstangen degradierte. Kurz darauf sah Langlitz, der Marcel Wörner weggeschubst hatte, die Rote Karte (63.). Fortan stellte sich Abwehrspieler Ion Lupei ins Dortelweiler Gehäuse – und musste sich in der 72. Minute zum 3:0 geschlagen geben: Marcel Wörner war von Cihan Damar gelegt worden und hatte dann auch selbst vollstreckt.

SV Nieder-Wöllstadt – FC Karben 5:1 (3:1): Wenngleich die „Roten“ stark ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen waren, so präsentierten sie sich gegen den Topfavoriten in toller Spiellaune. Die Karbener ließen nicht nur die drei Punkte, sondern verloren zudem noch in der 63. Minute Jannik Jung nach grobem Foul an Mario de Oliveira Neto mit Rot. Torfolge: 1:0 Michael Herrmann (5./aus 20 Metern nach einer Ecke), 2:0 de Oliveira Neto (25./Fernschuss ins Dreieck), 2:1 Harez Habib (30./FE, nach Foul von Philipp Wagner an Moritz Feiler), 3:1 Patrick Eickhoff (44.), 4:1/5:1 Stefano Amore (66./Flanke de Oliveira Neto, 90.+2/Pass Braun).

SV Gronau – SV Bruchenbrücken 2:2 (1:1): Das späte 2:2 durch Elvir Pintol mit der letzten Aktion im Spiel – die sechste Minute der Nachspielzeit tickte – war äußerst glücklich für die Gastgeber. „Bruchenbrücken war spielerisch deutlich besser und präsenter und hätte die Partie längst für sich entscheiden müssen“, gestand Gronaus Vorstandsmitglied Stefan Firla ein. Wenn Tim Farnung in der 68. Minute statt die Latte zum 1:3 getroffen hätte, wäre der Sieg dem SVB sicher gewesen. Tore: 1:0 Elvir Pintol (35./FE, Foul an Dechant), 1:1 Tim Farnung (41./Freistoß aus 25 m), 1:2 Manuel Riess (64.), 2:2 Pintol (90.+6/Pass „Paco“ Morgese). gg