Leichtathletik

Saskia Lindners weiter Satz zum Süddeutschen Titel

Trainer Michael Krichbaum (LG Eintracht Frankfurt) ist mächtig stolz auf seinen Schützling: Saskia Lindner holte süddeutsches Gold und Silber.
FNP

Saskia Lindner blickt auf ein überaus erfolgreiches Wochenende zurück. Mit dem Süddeutschen Titel im Weitsprung und der Vizemeisterschaft über 100 Meter, jeweils in der Altersklasse U18, endeten die Süddeutschen Meisterschaften im bayerischen Erding für die für die LG Eintracht Frankfurt startende Bad Vilbeler Gymnasiastin Saskia Lindner (Jahrgang 2002).

Die Deutsche Blockmeisterin der Jahre 2016 und 2017 konnte sich auch in ihrer neuen, der älteren Altersklasse U18, gegen Athletinnen der Jahrgänge 2001 und 2002 stark behaupten und gewann in einem starken Teilnehmerfeld von 38 Startern die Silbermedaille über 100 Meter. Saskia hatte ihre persönliche Bestzeit schon im Vorlauf geknackt und auf 12,27 sec. verbessert. Im Zwischenlauf legte sie dann noch eine Schippe drauf und wurde mit einer erneuten persönlichen Bestzeit belohnt – 12,16 Sekunden! Diese Zeit bedeutet aktuell Platz vier im Jahrgang 2002 in Deutschland. Im Finale gab es dann trotz Gegenwindes nochmals eine großartige Zeit (12,18) für Saskia, mit der sie sich mit der Silbermedaille und damit der süddeutschen Vizemeisterschaft belohnt hatte.

Tags darauf ging Saskia dann in ihrer Paradedisziplin Weitsprung gegen 22 andere Athletinnen an den Start. Die vier starken 100-Meter-Läufe vom Vortag blieben nicht ohne Nachwirkung, so dass sie mit schweren Beinen nur mühsam in den Wettkampf fand und es sehr spannend machte. „Saskia ist aber ein Wettkampftyp, sie kann immer noch einen raushauen“, so die Worte vom anwesenden hessischen Weitsprung-Kadertrainer Peter Rouhi (Wiesbaden). Er sollte Recht behalten: Im fünften Versuch übernahm Saskia die Führung. Keine ihrer verbliebenen Konkurrentinnen konnte mehr kontern, so dass sich die Bad Vilbelerin mit einem Satz auf 5,68 m über Platz eins und dem – nach dem Sieg im Vorjahr in der Altersklasse W15 – zweiten Titel der Süddeutschen Meisterin im Weitsprung freuen konnte.

Saskias nächster großer Wettkampf sind die „Deutschen“ Ende Juli in Rostock. Hierfür hat sie bereits in vier Disziplinen (Weitsprung, 100 m, 200 m, 100 m Hürden) die Qualifikationsnormen erfüllt. Zusammen mit ihrem Trainer Michael Krichbaum von der LG Eintracht Frankfurt wird sie nun entscheiden, in welchen Disziplinen sie an den Start geht, da der Zeitplan keine Rücksicht auf vielseitiges Talent nimmt. Saskia selbst möchte gerne ihre persönliche Bestweite von 5,88 m im Weitsprung verbessern und möglichst nahe an die sechs Meter herankommen. gg