09.11.2017 03:30 | Michael Löffler

Eishockey: Von frühem Doppelschlag nicht mehr erholt

Bad Nauheim Die Stimmung in Bad Nauheim ist nach den Misserfolgen der letzten 14 Tage gedrückt. Panik herrscht beim DEL 2-Team aber keine. Platz acht entspricht den Erwartungen.

Symbolbild Eishockey
Symbolbild Eishockey Bild: dpa

Ins schöne Allgäu fahren die Hessen gern. Die Reise nach Kaufbeuren hätten sich die Eishockeyspieler der Roten Teufel Bad Nauheim jetzt aber gern erspart. Mit 1:7 (0:3, 1:2, 0:2) kassierten sie im Nachholspiel bei den Buron Jokers die höchste Niederlage der DEL 2-Saison. „Wir haben vor allem zu Beginn des Spiels Fehler gemacht, die Kaufbeuren eiskalt bestraft hat. Danach war es sehr schwer, ins Spiel zurückzukommen“, meinte Trainer Petri Kujala.

Es ging schon nach zweieinhalb Minuten los. Ein Sonntagsschuss von Sami Blomqvist, bei dem Torwart Felix Bick die Sicht verdeckt war, landete genau im linken Toreck. Keine zwei Minuten später nutzte Ketterer einen Abpraller von der Bande hinter dem Tor zum 2:0. Kujala reagierte mit der frühesten Auszeit seiner Karriere. Vergeblich. Die verunsicherten Nauheimer fanden keine Linie. Kaufbeuren bekam immer wieder Freiräume. Die Folge: Blomqvists zweiter Treffer. Der Puck zischte unter der Stockhand von Bick ins Netz (10.). Die erste Chance der Gäste kam erst in der 12. Minute, doch Dusan Frosch scheiterte am starken Stefan Vajs.

Als Sebastian Osterloh im Powerplay das 4:0 besorgte, war die Partie gelaufen. Kujala, der die verletzten Andreas Pauli, Daniel Ketter, Mike McNamee, den erkrankten Daniel Stiefenhofer und die Düsseldorfer Förderlizenzspieler ersetzen musste, wirbelte seine Sturmreihen durcheinander – Besserung stellte sich nicht ein. Das 1:4 von Dennis Reimer (29.) beantwortete Blomqvist postwendend mit seinem dritten Treffer. Im Schlussdrittel durfte Ansgar Preuß Spielpraxis im Tor sammeln. Gegen die Tore von Joseph Lewis und Max Schmidle war der Nachwuchskeeper aber machtlos. Die Roten Teufel blieben harmlos, selbst bei eineinhalb Minuten mit fünf Feldspielern gegen drei brachten sie nichts zustande.

„Die letzten beiden Wochen haben wir nicht das Gesicht gezeigt, das wir sehen wollen – auch wenn wir teils arg dezimiert waren. Nur drei Punkte aus fünf Spielen sind zu wenig“, betont Geschäftsführer Andreas Ortwein, „jetzt gilt es, die Länderspielpause zu nutzen, Gespräche zu führen, frische Kräfte zu tanken, den Kopf frei zu bekommen und danach wieder daran anzuknüpfen, wie wir bis zum 27. Oktober agiert haben.“

Anlass für Panik gebe es laut Ortwein nicht. Man stehe auf Rang acht – jener Platz, den man nach der Hauptrunde mit Kusshand nehmen würde. „Selbstverständlich waren wir mit der Leistung zuletzt unzufrieden. Die vielen Verletzten sind aber keine Entschuldigung.“

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