13.09.2017 11:22 | dpa

Ärger für Fraport in Griechenland

Athen

Ein Kugelschreiber mit dem Logo der Fraport AG liegt auf einem Block.
Ein Kugelschreiber mit dem Logo der Fraport AG liegt auf einem Block. Bild: Frank Rumpenhorst/Archiv

Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport hat am Mittwoch Vorwürfe zurückgewiesen, er sei im Verzug mit der Modernisierung von zahlreichen griechischen Regionalflughäfen. „Die Modernisierungspläne sind seit langem vorgelegt worden. Wir warten auf die Genehmigung der Master-Pläne durch die zuständigen Behörden”, hieß es aus Kreisen der Fraport Greece am Mittwoch.

Am Dienstag hatte der griechische Verkehrsminister Christos Spirtzis der Fraport-Tochter vorgeworfen, sie halte Verpflichtungen nicht ein und habe keine der Reparaturen und Sanierungsarbeiten in die Tat umgesetzt, zu denen sie sich nach der Pachtung von 14 Regionalflughäfen verpflichtet hatte.

In der konservativen griechischen Oppositionspartei Nea Dimokratia wurde der populistische Flügel der regierenden Linkspartei Syriza für den Streit verantwortlich gemacht, der aus ideologischen Gründen mit allen Mitteln Investitionen in Griechenland sabotiere. Beobachter werteten die Streitigkeiten besonders als Spitze gegen Ministerpräsident und Syriza-Chef Alexis Tsipras. Er hatte wiederholt zu Investitionen in Griechenland aufgerufen.   

Fraport hatte im April offiziell den Betrieb von 14 griechischen Regionalflughäfen übernommen, darunter etwa in Thessaloniki. Die Vergabe der Konzessionen über 40 Jahre gilt als eines der größten Privatisierungsprojekte im überschuldeten Griechenland. Athens Privatisierungsfonds kassierte dafür 1,234 Milliarden Euro.

(dpa)

Kommentare

  • Tsipras, der strahlende Grinvest-Protagonist
    geschrieben von Seckberry (468 Beiträge) am 13.09.2017 15:05

    Die oppositionelle Nea Dimokratia (ND) kann es anscheinend überhaupt nicht verknusen, dass der "linke" Ministerpräsident und Syriza-Chef Tsipras eines der größten Privatisierungsprojekte im Wert von 1,234 Mrd. € an Hellas Land gezogen hat.

    Bittere Pillen muss die einstmals Regierungs-Privilegien in vollen Zügen genießende ND derzeit schlucken, da Tsipras als Supra-Populist die Hellenistische Republik glorreich vom beinahe-Grexit zum Grinvest führt und damit die ND so alt aussehen lässt wie ihre Vorderen.

    Klaro will Fraport Greece erst mal ordentlich Profite sehen, bevor sich die griechische Tochter-AG mit übereifrigen Modernisierungen unnötig verhaspelt und seine Aktionär*innen überflüssigerweise vergrault.

    Selbstredend muss das jugendliche Fraport-Töchterchen den Euphemismus bemühen, auf die Genehmigung ihrer Master-Pläne durch die zuständigen hellenischen Behörden zu warten, die wohl so meisterhaft sind, dass sie der griechische Verkehrsminister nicht augenblicklich checken kann.



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