Amtsgericht

Prozess: Sanitäterinnen von Rentner beschimpft und misshandelt

Von dpa
Land- und Amtsgericht Frankfurt am Main.
Fredrik von Erichsen/Archiv/FNP

Er soll Sanitäterinnen und Sicherheitsleute während eines Rettungseinsatzes beschimpft und misshandelt haben soll, nun steht ein 69 Jahre alter Mann vor dem Amtsgericht Frankfurt. Bei der Verlesung der Anklage hieß es am Dienstag, der Rentner habe eine der Sanitäterinnen die Rolltreppe in der S-Bahn-Station am Frankfurter Hauptbahnhof hinuntergestoßen. Er soll auch die Kollegin der Frau misshandelt und die beiden Sicherheitsmänner als „Schweine” beschimpft haben. Vor dem Amtsgericht muss er sich wegen Widerstands gegen die Rettungskräfte verantworten. Im Gerichtssaal entließ der Mann, der die Vorwürfe bestritt, erst einmal seinen Verteidiger.

Die Sanitäterinnen hatten vor dem Zwischenfall mit dem 69-Jährigen einen Passanten versorgt, der auf der Rolltreppe gestürzt war. Der Rentner weigerte sich laut Anklage, den Anweisungen des Rettungspersonals zu folgen und eine andere Treppe zu benutzen.

Nachdem die Staatsanwältin am Dienstag signalisierte, eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr gegen den Angeklagten beantragen zu wollen, vertagte das Gericht den Prozess. Ehe die Zeugen angehört werden können, soll dem 69-Jährigen zunächst ein neuer Pflichtverteidiger beigeordnet werden.

(dpa)

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