18.02.2017 10:31 |

S1 fährt wieder regulär: Bergung des entgleisten ICE in Frankfurt-Griesheim beendet

Frankfurt
Die Bilder sind spektakulär, der Schaden immens. Das Zugunglück in Frankfurt-Griesheim ist trotzdem glimpflich ausgegangen.
In Frankfurt-Griesheim ist ein leerer ICE entgleist
In Frankfurt-Griesheim ist ein leerer ICE entgleist Bild: Maik Reuß
Die Bergung des am frühen Freitagmorgen in Frankfurt entgleisten ICE ist abgeschlossen. Die Sperrung des Bahnhofs Frankfurt-Griesheim wurde am Abend aufgehoben, erklärte ein Sprecher der Deutschen Bahn in Frankfurt. Die S-Bahnen der Linie S1 würden wieder auf ihrer regulären Strecke verkehren. Die Züge der Linie S2 werden hingegen erst am Samstag wieder planmäßig fahren.

Der leere ICE war auf dem Weg zur Werkstatt entgleist. Fahrgäste kamen bei dem Unfall nicht zu Schaden, doch er wirbelte den S-Bahn-Plan durcheinander und verursachte hohen Sachschaden. Der Zug sollte um 1.39 Uhr vom Frankfurter Hauptbahnhof in den Betriebshof gefahren werden, wo er gewartet und gereinigt werden sollte. Am Bahnhof Griesheim überfuhr der Zug auf einem Nebengleis einen Prellbock - ungebremst, wie die Bahn am Freitagnachmittag berichtete.

Der Zug durchbrach den Prellbock und kam erst nach etwa 20 Metern auf dem Bahnsteig zum Stehen. Da sich weder im Zug noch auf dem Bahnsteig Reisende befanden, wurde niemand verletzt. Der Lokführer wurde nicht verletzt, erlitt aber einen Schock und war zunächst nicht vernehmungsfähig.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war am Freitag noch nicht bekannt. Die Bundespolizeiinspektion und das Eisenbahnbundesamt ermitteln. Der Schaden dürfe sich nach ersten Schätzungen der Bahn auf über eine Millionen Euro belaufen.


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Der Bahnhof Griesheim wurde nach dem Unfall komplett für den Zugverkehr gesperrt. Der Regional- und Fernverkehr war nicht betroffen, aber S-Bahnen wurden umgeleitet oder fielen aus. Pendler am Bahnhof Griesheim mussten auf Straßenbahnen und Busse ausweichen.

Die Bergung zog sich den ganzen Tag hin. Der hintere Teil des Zuges, der noch in den Gleisen stand, konnte schon am Vormittag abgeschleppt werden. Den Triebwagen zu bergen, der auf den Bahnsteig gesprungen war, erwies sich als schwieriger. Dafür mussten zwei Spezialkräne geordert werden, die aus Fulda kamen. Erst am Nachmittag konnte die Bergung endlich beginnen.

Aus Sicherheitsgründen mussten Oberleitungen, Schienen, Signale und eine Unterführung auf mögliche Beschädigungen untersucht werden.

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