12.11.2017 13:17 |

Flucht vor Polizei: Verfolgungsjagd durch Frankfurt - Fahrer vermutlich unter Drogen

Frankfurt Am Samstagabend lieferte sich ein Mann in Frankfurt mit der Polizei eine wilde Verfolgungsjagd und raste "ohne Rücksicht auf Verluste " durch die Innenstadt. Sogar auf einem Gehweg machte er nicht Halt.

Symbolbild: Polizei
Symbolbild: Polizei

Seine Strafakte ist lang. Auf rund 280 Fälle von Drogen- und Eigentumsdelikten hat es der 44-Jährige gebracht. Am Samstag hat er diese Grenze überschritten: Er wird sich verantworten müssen, weil er versucht haben soll, einen Polizisten zu töten. Mit einem im Ostend gestohlenen weißen Opel Astra-Kombi war er gegen 19 Uhr – vermutlich unter Drogeneinfluss –   im Bereich Hanauer Landstraße / Friedberger Anlage auf einen Beamten zugerast, der direkt vor dem Auto stand. Der Polizist konnte sich nach Angaben eines Behördensprechers nur mit einem Sprung zur Seite retten. Er blieb unverletzt. Mit einem Kollegen war er um den flüchtigen Wagen herumgegangen. Die beiden Streifenpolizisten hatten den weißen Opel gefunden, nach dem seit dem Nachmittag gefahndet worden war.

Dem Haftrichter vorgeführt

Bei der anschließenden Verfolgung war der Fahrer nach Angaben der Polizei ohne Rücksicht auf Verluste in Richtung Innenstadt gerast. Rote Ampeln und Einbahnstraßen ignorierte er. Dabei konnte sich ein die Straße überquerender Fußgänger gerade so noch retten. In der Porzellanhofstraße befuhr der 44-Jährige an einer Engstelle den Gehweg und zwang dort mindestens fünf Fußgänger zum Flüchten vor dem ankommenden weißen Astra-Kombi. „Nur mit viel Glück wurde niemand verletzt“, sagte ein Polizeisprecher. An der Alte Gasse konnte das Auto schließlich von mehreren Polizisten gestoppt werden. Die weitere kurze Flucht des 44-Jährigen und seiner Beifahrerin zu Fuß endete mit deren vorläufiger Festnahme. Der Mann wurde gestern dem Haftrichter vorgeführt. Ob der ihn auch in Untersuchungshaft geschickt hat, wird erst heute zu erfahren sein. Seine ebenfalls bekannte Beifahrerin kam auf freien Fuß.

Seit Samstagnachmittag hatte die Polizei die Fahndung nach dem gestohlenen Wagen beschäftigt. Der Fahrer war in mehrere Unfälle im Stadtgebiet verwickelt und jedes Mal geflüchtet. Über den Schaden an den Fahrzeugen machte die Polizei keine Angaben.

Dem Polizisten, der sich gerade eben noch in Sicherheit bringen konnte, geht es nach Angaben des Polizeisprechers „verhältnismäßig gut“. Der Schreck sitze ihn noch in den Knochen. Der Kollege werde psychologisch betreut.

Zeugen sollen sich melden

Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Insbesondere die Fußgänger aus der Porzellanhofstraße werden gebeten, sich unter Telefon 0 69-75 55 31 11 zu melden. Die Polizei bittet auch weitere Zeugen des Geschehens, sich dort zu melden.

(red)

Kommentare

  • Justiz
    geschrieben von henry_jr (67 Beiträge) am

    Bei 280 bekannten Fällen scheinen die Strafen bisher
    nicht so recht erfolgreich gewesen zu sein, wenn
    der Täter immer noch nichts daraus gelernt hat.
    Das wird eine harte Nuss für die Resozialisierung.



Ein neues Posting hinzufügen


Sie dürfen noch Zeichen schreiben.
Füllen Sie bitte die notwendigen Felder für die Registrierung aus.
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername: *
gewünschtes Passwort: *
Wiederholung Passwort: *
E-Mail: *
Kundennummer falls vorhanden:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage: Asterix und …?: 

Weitere Artikel aus Blaulicht

Symbolbild Krankenwagen
Frankfurt/Main
|
Frankfurter Bahnhofsviertel

29-Jähriger bei Streit mit abgeschlagener Flasche verletzt

Weitere Artikel aus Blaulicht

Schlitz/Fulda
|
Unfall im Vogelsbergkreis

Auto kracht in Traktor und zwei weitere Fahrzeuge

Symbolbild
Wiesbaden
|
Feuerwehr rückt aus

Einsatz wegen Eule

Rubrikenübersicht