15.04.2016 03:30 |

FNP-Leser: „Der Stimme des kleinen Mannes Gewicht geben“

Eckard Zielke schätzt das Angebot der Frankfurter Neuen Presse, weil man in der Zeitung ganz einfach alles findet, was man braucht.

Eckard Zielke holt die FNP aus dem Briefkasten.
Eckard Zielke holt die FNP aus dem Briefkasten.

"Da ist alles drin, was man braucht.“ Nein, Eckard Zielke redet nicht bewundernd von seinem neuen Auto. Der Friedrichsdorfer fasst mit dieser Aussage die Qualitäten seiner Zeitung zusammen: der Frankfurter Neuen Presse. Und mit der FNP ist Zielke seit Jahrzehnten verbunden. Sei es als Abonnent, als Lokalreporter und seit langen Jahren auch als fleißiger Leserbriefschreiber.

Was ihn beim Schreiben seiner Leserbriefe antreibt? „Das sind die Ungerechtigkeiten aller Art“, sagt der 78-Jährige. Auch ist es „das Unverständnis für politische Entscheidung“, das er gerne in Worte fasst und via Leserbrief an die FNP schickt. „Dabei freue ich mich über die Leserbrief-Redaktion der Zeitung, die sich auch nicht scheut, kritische Beiträge zu veröffentlichen“, lobt er die FNP und erklärt dabei gleichzeitig, dass er als Michael Kohlhaas, der „Stimme des kleinen Mannes“ Gewicht geben will.

In seinen Leserbriefen beschäftigt sich Zielke dann schon einmal mit dem „Bildungsauftrag des Gebührenfernsehens“, das seinen bildenden Auftrag in aller Regelmäßigkeit in die Nachtstunden verlege. Weitere Themen, mit denen sich unser Leserbriefschreiber auch beschäftigt, sind die German-Wings-Katastrophe oder der Politiker Volker Beck, der mit Drogen erwischt wurde.

Bewegtes Leben begann in Danzig

Natürlich hat der Friedrichsdorfer bei allem Lob auch Kritisches anzumerken. So würde er sich beispielsweise eine größere Schriftgröße der Zeitung wünschen, damit die FNP-Leser auch im vorgerückten Alter noch alles ohne Anstrengung lesen können. Zielke hat ein bewegtes Leben hinter sich. 1938 in Danzig geboren, musste seine Familie im Frühjahr 1945 vor der vorrückenden Roten Armee zum Timmendorfer Strand fliehen. 1953 erfolgte dann der Umzug nach Bad Homburg, weil sein Vater „durch Beziehungen“ eine Anstellung als Bürodirektor beim Bundesausgleichsamt erhielt.

Nach seiner Ausbildung Mitte der 1950er Jahre als Molkereifachmann bei der MOHA in Gelnhausen startete Zielke ab 1958 seine Karriere bei der Deutschen Bahn. Durch diverse Fortbildungen und ein Studiums avancierte er zum Inspektor. „Nach bestandener Prüfung gab es vom Vater einen Hunderter“, erinnert sich Zielke noch heute schmunzelnd.

1973 wurde der Friedrichsdorfer von der Deutschen Bahn beurlaubt, und er wechselte zum damals neu gegründeten FVV als Redaktionsleiter Fahrplanabteilung. 1994 beendete dann Zielke als Oberamtsrat seine Karriere als Bahnbeamter.

Doch der heutige „Spätaufsteher und Spätfernseher“ engagierte sich nicht nur beruflich. So war Zielke in den 1970er Jahren sechs Jahre lang für die SPD als Ortsvorsteher in Friedrichsdorf aktiv. Darüber hinaus war der fleißige FNP-Leserbriefschreiber auch der Gründer der Dillinger Kerb und 20 Jahre lang auch der Kerbechef. In guter Erinnerung ist Zielke noch das Jahr 1976, denn in diesem Jahr schrieb er einen Brief an Willy Stoph, dem damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR.

Neben seinem Hobby als Leserbriefschreiber und Chroniken-Autor erfreut sich der Friedrichsdorfer täglich der angeregten Diskussionen über die kleine und große Politik mit Ehefrau Ingeborg und liebt Urlaubsreisen an die Nordsee. Und von seiner Wohnung mit „Panoramablick genießt“ er die regelmäßigen Staus auf der A5. Dieter Hintermeier

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