27.10.2017 22:39 |

Eintracht Frankfurt: 1:1 in Mainz: Wieder kein Derbysieg für Eintracht Frankfurt

Mainz Eintracht Frankfurt hat den vorübergehenden Sprung auf den vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga verpasst. Zum Auftakt des 10. Spieltags mussten sich die Hessen mit einem 1:1 in Mainz begnügen.

Mainz-Torwart Robin Zentner (l-r), der Mainzer Stefan Bell und Frankfurts Ante Rebic kämpfen um den Ball. Bei dem Versuch vor dem Tor zu klären, spielt Bell den Ball ins eigene Tor.
Mainz-Torwart Robin Zentner (l-r), der Mainzer Stefan Bell und Frankfurts Ante Rebic kämpfen um den Ball. Bei dem Versuch vor dem Tor zu klären, spielt Bell den Ball ins eigene Tor. Bild: Hasan Bratic

Eintracht Frankfurt kann in Mainz einfach nicht gewinnen. Auch der 14. Versuch, endlich mal einen Auswärtssieg in diesem Rhein-Main-Derby zu feiern, endete am Freitagabend mit einem 1:1 (1:0)-Unentschieden. Ein Eigentor von Stefan Bell brachte die Eintracht zwar in der 37. Minute in Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Suat Serdar belohnte jedoch eine Leistungssteigerung des FSV Mainz 05 in der zweiten Halbzeit mit dem Tor zum 1:1 (71.).

«Am Ende ist der Punkt gerecht. Wir haben das in der ersten Halbzeit richtig, richtig gut gemacht, aber wir waren dann manchmal nicht entschlossen genug», sagte Frankfurts Marius Wolf beim TV-Sender Sky. Der Mainzer Stefan Bell sagte: «Das 1:1 ist leistungsgerecht. Es ist ein gutes Gefühl, dass wir zu Hause wieder gepunktet haben.»

Die Eintracht verpasste vor 33 794 Zuschauern nicht nur einen Derbysieg, sondern auch den zumindest vorübergehend möglichen Sprung auf den vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga. Immerhin ist die Mannschaft von Trainer Niko Kovac seit vier Spielen ungeschlagen. Die Mainzer dagegen müssen sich mit einer Leistung wie dieser eher auf den Abstiegskampf einstellen. Die Rechnung, mit Erfolgen im eigenen Stadion die gravierende Auswärtsschwäche zu kompensieren, ging diesmal nur zum Teil auf.

Die Entstehung des 0:1 sagte viel über die mangelnde spielerische Qualität dieses Spiels aus. Der Frankfurter Angriff schien durch einen Fehlpass ins Nichts eigentlich schon verpufft zu sein und der Mainzer Verteidiger Daniel Brosinski wollte den Ball nur noch ins Toraus rollen lassen. Der 29-Jährige verschätzte sich dabei aber derart, dass Marius Wolf noch dazwischenfunken und mit dem Ball Richtung Tor laufen konnte. Die Hereingabe des Frankfurter Flügelspielers fälschte FSV-Kapitän Stefan Bell ins eigene Tor ab.

Mainz war spielerisch sehr schwach. Von der Heißblütigkeit und Intensität, die Trainer Sandro Schwarz von seinem Team gefordert hatte, war lange Zeit nichts zu sehen. Der Eintracht fiel es deshalb nicht schwer, dieses Spiel zumindest in der ersten Hälfte zu dominieren und wenigstens ab und zu in den Strafraum zu kommen. Marc Stendera vergab schon in der zweiten Minute eine gute Chance. Ein Kopfball von David Abraham (24.) sorgte ebenfalls für Gefahr.

Bislang waren die Frankfurter in der 1. und 2. Bundesliga 13 Mal in Mainz angetreten - und hatten kein einziges Mal gewonnen. Und dass, obwohl die Eintracht in diesem Nachbarschaftsduell auch schon einmal mit 2:0 geführt hatte (Mai 2017) oder der Mainzer Nikolce Noveski gleich zwei Eigentore in einem Spiel schoss (Oktober 2005).

Auch diesmal reichte eine Halbzeitführung nicht aus, denn die Mainzer wurden nach der Pause stärker. In der 56. Minute forderten sie bei einem Angriff gleich zweimal Elfmeter, weil Yoshinori Muto im Strafraum zweimal zu Fall kam. Abgesehen vom Ausgleichstreffer hatte der FSV aber nur noch eine gute Chance durch Bell (89.).

Die Eintracht zeigte nach der Pause zu wenig und wurde dafür bestraft. Dabei hätte Ante Rebic in der 48. Minute alles klarmachen können. Der Kroate scheiterte jedoch am Mainzer Ersatztorwart Robin Zentner. Der 22-Jährige vertritt bis zur Winterpause den Stammkeeper René Adler, der am Freitag am Oberschenkel operiert wurde und drei Monate pausieren muss. Zum Einstand machte Zentner ein gutes Spiel.

Kommentare

  • Den Ball flach halten
    geschrieben von Erwin.Weishaeupl (6 Beiträge) am

    Wenn man die Überschriften in der Presse liest und in den Nachrichten hört "Die Eintracht hat den
    Sprung auf den vierten Tabellenplatz verpasst" muss man sich so seine Gedanken machen. Nach
    dem sehr guten Spiel gegen Dortmund, glaubten doch viele, dass die Eintracht die Mainzer an die
    Wand spielt. Man sollte hier einmal den Ball ganz flach halten. So eine Leistung wie gegen Dortmund,
    wird die Eintracht in der Saison nicht oft wiederholen können. Deshalb ist der geholte Punkt in Mainz,
    auch wenn man dort seit ewigen Zeiten nicht gewonnen hat, in Ordnung. Sollte man am Ende der Saison
    einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, wäre das eine sehr erfolgreiche Saison für die Adlerträger.

  • Bell wäre Momentan nur für die Ersatzbank geeignet
    geschrieben von Plaza (70 Beiträge) am

    Es ist unglaublich was Bell in vielen Spielen schon für einen Mist gespielt hat.Große Sprüche in Flutlicht sind seine stärken.Seine schwächen sind!,entweder Fouls zu machen die zu Elfmeterentscheidungen gegen Mainz führen,oder er macht Eigentore und das schon solange er Stammspieler ist.Auch als Abwehrspieler sind seine Qualitäten mehr mittelmäßig.Schwarz sollte endlich mit einigen seiner Gurkenspieler gewisse Dinge im Training üben.Mainzer Eckbälle sind so gut wie keine Gefahr für die Gegner und deren Torwart,weil sie meistens mit zuviel Effe geschossen werden anstatt diese gefühlvoll zur Linie im sechzehner zu schießen als auf den Elfmeterpunkt.Wenn in einer Stunde nur dreimal auf des Gegners Tor geschossen wird hat dass etwas mit Sturmqaulitäten zu tun die nicht vorhanden sind.Es fehlen die genauen Pässe im Spiel und vor allem über die außen,und wenn man ein schnellen Mann wie Ötztunali Ball mäßig verhungern lässt kommen auch wenig Torchancen zustande.Schwarz als Trainer ist gefragt



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