02.11.2017 12:12 |

Eintracht Frankfurt: Blick auf den Gegner: Werder in der Krise

Die Eintracht hat den SV Werder Bermen zu Gast. Wie ist die Lage beim Gegner? Wir haben die Werderaner unter die Lupe genommen und geschaut, was auf die Adler zukommt.

Frankfurts Mijat Gacinovic (r) im Kopfballduell mit dem Bremer Max Kruse. Foto: Hasan Bratic
Frankfurts Mijat Gacinovic (r) im Kopfballduell mit dem Bremer Max Kruse. Foto: Hasan Bratic

In der Hansestadt war die letzten Tage eine Menge los. Der Stuhl von Alexander Nouri wackelte die vergangenen Wochen schon heftig und nach der 0:3-Niederlage gegen den FC Augsburg war das Fass übergelaufen - Bremen beurlaubte seinen Cheftrainer, unter dem die Mannschaft in der letzten Saison noch eine überragende Rückrunde gespielt und nur knapp die Qualifikation für die Europa-League verpasst hatte.

Im Sommer noch war die Euphorie groß nach der starken Rückrunde. Der Blick sollte nach oben gehen. Die Verantwortlichen, die Mannschaft und die Fans wollten nicht noch einmal einen Abstiegskampf, der dann mit dem Endspurt geschafft wurde. Vor allem die Fans träumten von den Erfolgen vergangener Tage und dass es zumindest wieder in diese Richtung geht, nachdem es jahrelang stetig bergab ging.

Für den Erfolg wurde in der Transferperiode einiges getan. Schon im Winter wurde der Deal mit Ludwig Augustinsson unter Dach und Fach gebracht, der dann zu Beginn der Vorbereitung in Bremen aufschlug. Aus Darmstadt kam Jerome Gondorf für kleines Geld, Jiri Pavlenka wurde als neuer Stammtorhüter geholt, Ishak Belfodil als Mann für die Tore und Yuning Zhang als Talent für die Zukunft.

Den SV Werder haben allerdings auch wichtige Spieler verlassen, allen voran Serge Gnabry und Clemens Fritz, der seine Karriere beendete. Durch langwierige Verletzungen, zum Beispiel von Torjäger Max Kruse, konnte die Mannschaft nie an die Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen und befindet sich vom Start weg im Tabellenkeller.

Nach mittlerweile zehn Spielen wartet Bremen noch immer auf den ersten Sieg. Zumindest im Pokal konnte vergangene Woche ein Erfolg gegen die TSG Hoffenheim verzeichnet werden. Interimsweise übernimmt nun den nur absoluten Bremen-Kennern bekannte Florian Kohlfeldt das Amt des Cheftrainers. Der bisherige Coach der U23 der Bremer, die in der 3. Liga beheimatet ist, soll das Team wieder in die Erfolgsspur führen.

Die Frage ist nun, wie er das machen will. Das Selbstvertrauen der Spieler ist auf dem absoluten Tiefpunkt. Nach vorne läuft überhaupt nichts zusammen und einstige Leistungsträger sind ein Schatten ihrer selbst. Die Lage in Bremen ist prekär. Das erste Spiel vom Interimscoach ist bei der Frankfurter Eintracht. Es gibt sicher angenehmere Aufgaben, als mit einer total verunsicherten Mannschaft nach Frankfurt zu müssen und gegen eine Eintracht zu spielen, die bisher eine stabile Saison spielt und immer stärker wird.

Trotz der Lage in Bremen darf das Team von Niko Kovac den Gegner nicht unterschätzen. Werder wird versuchen, aus einer geordneten Defensive über Konter zu Aktionen zu kommen und Nadelstiche zu setzen. Mit dem nötigen Druck im eigenen Spiel und einer gewissen Dominanz, sollten aber die drei Punkte im heimischen Waldstadion bleiben.
 

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