18.03.2017 03:30 | Markus Katzenbach

Eintracht Frankfurt: Die Auswahl vor dem HSV-Spiel doch nicht so groß

Bei der Eintracht scheint zumindest ein Comeback zu platzen. Trotzdem will Kovac gegen den HSV endlich die Trendwende.

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Bild: Andreas Gebert (dpa)

Unter der Woche herrschte wieder etwas mehr Betrieb auf den Trainingsplätzen vor der Frankfurter Fußball-Arena, und nach einem Monat des Personalmangels schien auch die Liste der für einen Einsatz am Wochenende in Frage kommenden Profis länger geworden zu sein. Ganz so groß ist die Auswahl für Niko Kovac für das Bundesliga-Spiel an diesem Samstag (18.30 Uhr) gegen den Hamburger SV nun aber wohl doch nicht, wenn man dem Eintracht-Trainer so zuhört. „Er hat immer noch Schmerzen. Wir müssen sehen, ob es bei ihm bis morgen reicht“, sagte Kovac am Freitag vor dem geheimen Abschlusstraining beispielsweise über Makoto Hasebe – und klang bei dem japanischen Routinier immerhin noch etwas zuversichtlicher als in zumindest einem anderen wichtigen Fall.

Nicht zuletzt auf die Rückkehr einiger Hauptdarsteller der so erfolgreichen Hinrunde hatte sich die Hoffnung gegründet, nach fünf Niederlagen wieder die Kurve zu kriegen. Zumindest die erste Abwehrreihe aber kriegt Kovac vermutlich doch noch nicht wieder zusammen. Das ersehnte Comeback Jesus Vallejos scheint geplatzt. Bei ersten Trainingsversuchen war, so Kovac, „kein gutes Gefühl da“. Und weil man nicht das Risiko eingehen will, dass der „leichte Muskelfaserriss“ (Kovac) wieder aufbricht, wird Vallejo wohl nicht im Kader stehen. Auch wenn der Trainer gestern noch die abschließende Übungseinheit abwarten wollte.

„Meier hat Nachholbedarf“

Wie bei Hasebe – und Marco Fabián, den rätselhafte Rückenschmerzen lange außer Gefecht gesetzt hatten, und der so schmerzlich vermisst wurde, weil er wie kaum ein anderer Frankfurter Torgefahr herbeizaubern kann. So wie beim 3:0 beim Hinrundentreffen in Hamburg im Oktober. „Er war zwei Monate nicht im Trainingsbetrieb. Ich glaube nicht, dass er 90 Minuten gehen kann“, gab Kovac indes zu bedenken. Spielen wird Fabián gewiss, schon beim jüngsten 0:3 in München war er eine Viertelstunde zur Wiedereingliederung auf dem Rasen. Die Frage lautet nur: Von Anfang an oder erst später? „30 oder 60 Minuten“, wie es der Trainer ausdrückt: „Vielleicht werfe ich ihn rein, so lange die Füße tragen.“

Bei Kapitän Alexander Meier gibt sich Kovac zurückhaltender – auch wenn dieser nur ein, zwei Wochen wegen einer Erkältung und nicht zwei Monate wie Fabián gefehlt hat. „Er hat noch Nachholbedarf“, meinte Kovac und setzt stattdessen in der Spitze wohl erneut auf Branimir Hrgota: „Er hat das äußerst gut gemacht“, lobte er dessen Leistungen gegen Freiburg (1:2) und in München, wo Hrgota freilich auch eine prächtige Chance beim Stand von 0:0 ausgelassen hatte.

Den Trend wenden

Hasebe wiederum war dort bei einer Rettungstat gegen den Pfosten geprallt, hatte sich eine Wunde am Schienbein zugezogen und obendrein eine Knieprellung. Ob er spielen kann oder nicht, beeinflusst auch die Systemfrage. „Ob Dreier-, Vierer- oder Fünferkette: Entscheidend ist, dass alle mitarbeiten“, mahnt Kovac so oder so an. Als im Oktober sein Kollege Markus Gisdol recht neu im Amt war, habe der HSV noch versucht „mehr Fußball zu spielen“.

Jetzt sieht das anders aus: „Sie hauen die Bälle raus und versuchen sie vorne zu ergattern. Da müssen wir sehen, dass wir diese zweiten Bälle erobern“, erklärt Kovac und erwartet ein „intensives Spiel“ voller Zweikämpfe: „Das wird ein heißer Tanz." Nicht verborgen geblieben ist ihm auch, dass der HSV zwar immer noch auf dem Relegationsrang 16 mitten in einem engen Abstiegskampf steckt, aber dabei zuletzt viel Boden gut gemacht. „13 Punkte aus sieben Spielen zeigen, dass da ein schwerer Gegner kommt“, betont Kovac angesichts des Hamburger Aufwärtstrends.

Gleichzeitig will er zu Hause im ausverkauften Stadion den eigenen Abwärtstrend beenden: „Irgendwann kippt das und jetzt wäre ein guter Tag, damit es sich für uns wieder in die richtige Richtung dreht“, sagt er. Noch immer ist die Eintracht Tabellensechster. 35 Punkte hat sie, fünf fehlen noch zur traditionellen Nichtabstiegsmarke von 40, die Niko Kovac stets angepeilt hat. „Die werden wir auch holen“, verspricht er. „Und wenn wir sie haben, werden wir etwas anderes versuchen.“ Um weiter vom Europacup träumen zu können, für den am Ende Platz sechs ja reicht, könnte selbst ein Punkt gegen den HSV helfen. „Wir müssen einfach mal wieder in die Gänge kommen“. Egal in welcher Besetzung.

Die mögliche Aufstellung: Hradecky – Abraham, Hasebe, Hector – Chandler, Mascarell, Gacinovic, Oczipka – Fabian, Rebic – Hrgota.

 

 

Kommentare

  • Offenbacher!
    geschrieben von ralph5757 (14 Beiträge) am 18.03.2017 09:59

    Du langweilst!
    Immer das selbe geblubber!

  • HSV reisst uns runter
    geschrieben von DerweisseMann (95 Beiträge) am 18.03.2017 07:42

    Der HSV wird die Krise der Eintracht weiter verschlimmern und locker leicht ohne Hilfe des Schiris 2.0 gewinnen. Warum? Vorne trifft keiner weil wir keine Stürmer haben und da spielt es auch keine Rolle wenn Krisenmeier weiter fehlt und hinten machen Abraham und Hector soviele Fehler das uns Wood und Müller einen reinhauen. Damit ist der Vorsprung auf die Relegationsplätze nur noch 6 Punkte aus 8 Spielen. Da reichen nicht mal 40 Punkte da braucht man schon 43.Und mehr als 5 Punkte aus 9 Spielen traue ich der Fremdenlegion nicht mehr zu. Da wird tatsächlich noch von Europa gesprochen.



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