21.04.2017 03:30 | Sandra Kathe

Football: Frankfurt Universe hofft auf eine gute Saison

Frankfurt Nach einem starken Erstliga-Debüt der Samsung Frankfurt Universe in der GFL heißt es in der anbrechenden Saison an den Erfolg des vergangenen Jahres anzuknüpfen. Am 22. April starten die "Men in Purple" bei den Stuttgart Scorpions in die neue Spielzeit. Mit vielen Neuzugängen, die schnell als Mannschaft funktionieren müssen.

Die Saison wird gestartet, das Ei fliegt wieder.
Die Saison wird gestartet, das Ei fliegt wieder. Bild: Reinhard Roskaritz (bild pressehaus)

Die Ziele, die Headcoach Markus Grahn und sein Team sich für die neue Saison gesteckt haben, sind klar: An die Vorjahresleistung anknüpfen, erneut um die Südmeisterschaft spielen, in den Playoffs bestehen, das Beste geben im Wettkampf der Big 6. Das ist der Kern dessen, was die American Fottballer aus Frankfurt in diesem Jahr erreichen möchten. Ein Vorgeschmack, ob die Mannschaft diese Ziele mit fast zur Hälfte ausgetauschtem Spielerkader umsetzen kann, wird es beim Saisonauftakt am 22. April gegen die Stuttgart Scorpions geben.

Herausforderung für die letzten Trainingstage vor dem Spiel muss nun sein, eine eingespielte Mannschaft aufs Feld zu bringen. Die Profispieler aus den USA, die die Amateure ergänzen, sind erst seit wenigen Wochen in Frankfurt, die Stammmannschaft, die auch während der Offseason gemeinsam trainiert hat, verlor zum Ende der Saison mit Spielern wie Martin Latka und Kai Schlegel wichtige Leistungsträger, die das Team über die vergangenen zehn Jahre geprägt hatten. Die Bilanz: 24 Spieler haben die Universe nach der Erfolgssaison 2016 verlassen, 13 von ihnen aus beruflichen oder Altersgründen. Damit bleibt der Universe mit 31 Spielern aus dem Vorjahres-Kader nur gut über die Hälfte der Mannschaft übrig.

Einer Mannschaft, die aufgrund einer Lizenzstrafe in Folge der Namensstreitigkeiten in der Saison 2015 bis inklusive diesem Jahr nur 55 Spieler einsetzen darf. Darunter sind mit Linebacker Dustin Illetschko und Wide Receiver David Giron Jansa die Defense und Offense MVP’s der vergangenen Saison sowie mit Quarterback Mike Wegzyn ein Spielmacher, der an ein erfolgreiches Jahr anknüpfen will.

Gerade die Rückkehr Wegzyns zeigt, worauf es dem Headcoach in diesem Jahr besonders ankommt: „Die Universe hat sich über die vergangenen zehn Jahre immer durch eine starke Defense-Leistung ausgezeichnet“, erklärt der 47-Jährige: „Darauf müssen wir aufbauen, indem wir auch für die Offense eine Identität finden, die die Mannschaft stärker zusammenwachsen lässt.“ Wie wichtig das für eine Mannschaft sei, sehe man derzeit an Top-Teams wie den New Yorker Lions oder den Schwäbisch Hall Unicorns, die seit Jahren eine klare Linie mit ihrer Offensive vorgeben und mit eingespielten Mannschaften punkten.

Helfen, diese Identität zu finden und auszubauen, sollen vor allem Neuzugänge wie die US-Spieler Silas Nacita (2016 Runningback bei den Marburg Mercenaries) und John Tidwell (Cornerback), der in der US-Vorsaison 2016 im Kader der Denver Broncos spielte. Aber auch Rückkehrer André Feuerherdt (bis 2015 Frankfurt Universe, 2016 Seinäjoki Crocodiles) soll als Wide Receiver zum Anschluss an den Vorjahreserfolg beitragen.

Der brachte die Mannschaft im vergangenen Jahr verdient in das Spiel um die Südmeisterschaft gegen die Schwäbisch Hall Unicorns sowie an die Spitze des europaweiten EFL-Turniers. In diesem Jahr will sich die Universe nicht nur in der GFL gegen die vergangene Saison ungeschlagenen Schwäbisch Hall Unicorns behaupten, sondern auch in der Big 6 um den 31. Eurobowl mitkämpfen. Das Frankfurt-Debüt in dem europäischen Wettkampf ist am 7. Mai das erste Heimspiel am Bornheimer Hang gegen die Milano Seamen.

Zunächst heißt es jedoch, in Stuttgart eine gute Figur abzugeben: Die Mannschaft vom Neckar, der sich die Universe zum Auftakt zu stellen hat, wurde in der vorigen Saison in beiden Aufeinandertreffen besiegt. Auswärts, im zweiten GFL-Spiel der Universe, knapp mit 49:43, zu Hause solide mit 48:14. „Meine große Hoffnung ist, dass das Hinspiel in diesem Jahr nicht ganz so ein Thriller wird“, meint Grahn.

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