03.11.2017 03:30 | Michael Helms

Zahlungsrückstände: FSV: Universe-Schulden bedrohen die Existenz

Frankfurt

„Liebe eine kleine Miete als keine Miete“: FSV-Stadion am Bornheimer Hang.
FSV-Stadion am Bornheimer Hang. Bild: Christian Klein

Eigentlich könnten sich die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt etwas entspannter zurücklehnen. Das Insolvenzverfahren gegen die Fußball GmbH des einstigen Zweitligisten, der innerhalb von nur 24 Monaten mit einem Schuldenberg von knapp drei Millionen Euro im Frühsommer dieses Jahres in die Viertklassigkeit abgestürzt war, steht unmittelbar vor dem Abschluss. In sportlicher Hinsicht hat der neue Cheftrainer Alexander Conrad mit seiner neuformierten Mannschaft trotz der schwierigen Voraussetzungen hervorragende Arbeit geleistet. Nach dem 2:0-Heimerfolg über Röchling Völklingen, dem fünften Sieg in dieser Saison, haben sich die Bornheimer mit jetzt 17 Punkten auf der Habenseite im Kampf um den Klassenerhalt etwas Luft verschafft.

Das junge Team des FSV Frankfurt ist also nach anfänglichen Schwierigkeiten konkurrenzfähig geworden und hat mit Sicherheit noch Luft nach oben. Und dennoch sind über dem Osten Frankfurts wieder dunkle Wolken aufgezogen, weil dem FSV ganz offensichtlich erneut ein finanzieller Engpass droht, der durchaus die Existenz des Stadtteilclubs bedrohen könnte.

Den Bornheimern sind nämlich als Betreiber des Stadions am Bornheimer Hang überlebenswichtige Einnahmen weggebrochen, weil die Betriebs GmbH der Frankfurt Universe, die in der German Football League (GFL) spielt, in finanziellen Schwierigkeiten steckt und in der gerade abgelaufenen Saison noch keine Miete an den FSV Frankfurt geleistet hat.

Bei den aufgelaufenen Zahlungsrückständen der Universe soll es sich mittlerweile um einen sechsstelligen Betrag im unteren Bereich handeln. Umso fataler wirkt es sich in dieser Situation aus, dass der FSV Frankfurt immer noch keinen neuen Namensgeber für das Stadion am Bornheimer Hang gefunden hat, was neben den fehlenden Mieteinnahmen durch die Universe ein weiteres Loch in den Etat für die laufende Spielzeit reißen würde. Sollte die Suche nach einem Namenssponsor negativ verlaufen, müssten wie schon so oft in der Vergangenheit private Gönner dem FSV unter die Arme greifen, um den Spielbetrieb des Regionalligateams und das Überleben der GmbH zu sichern.

(mh)

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