21.06.2017 03:30 | Stefan Fritschi

FSV Frankfurt: Trainingsauftakt mit einem Rumpfteam

Frankfurt Mit nur zwölf Feldspielern und zwei Torhütern absolvierte der FSV Frankfurt gestern sein Saisonauftakttraining. Etwa 100 Interessierte spendeten auf der Haupttribüne dezent Beifall.

Die Bornheimer bauen noch an ihrem Kader.
Die Bornheimer bauen noch an ihrem Kader. Bild: Jan Huebner (Jan Huebner)

Immerhin gönnte Fabian Meier ihnen einen Schattenplatz. Doch auch so gerieten die jungen Männer in blauen Shirts mächtig ins Schwitzen. Und brachen mitunter vor Entkräftung die Übungen ab, die der Athletiktrainer des Fußball-Regionalligisten FSV Frankfurt angeordnet hatte. Das Programm dürfte ein Vorgeschmack auf das gewesen sein, was den Club aus Bornheim 2017/18 erwartet: Es könnte eine kräftezehrende Spielzeit werden für die Mannschaft des neuen Trainers Alexander Conrad, in der wieder bis zu sechs Vereinen der Sturz in die Fünftklassigkeit droht. Nach zwei Abstiegen in Folge genießt es beim FSV oberste sportliche Priorität, einen weiteren zu verhindern.

„Wir haben eine gute Einheit hinter uns gebracht“, sagte Trainer Conrad nach mehr als anderthalb Stunden Trainingsbetrieb. Doch mit welcher Mannschaft der 50-Jährige die Mission Klassenerhalt angeht, ist noch weitgehend ungeklärt. Neu verpflichtet wurden erst Christoph Becker (1. FC Kaiserslautern U 23), Cem Kara (Rot-Weiss Frankfurt) und Andreas Pollasch (VfB Oldenburg). Nach Mateo Andacic bleibt auch Torwart Matay Birol den Schwarz-Blauen erhalten – das war eine sehr bescheidene Quote für einen Trainingsauftakt.

Außer diesem Quintett und den Jugendakteuren Andrej Markovic und Adrian Matuschewski tummelten sich bei der Hitze noch sieben Gastspieler gestern auf dem Hauptfeld des Stadions am Bornheimer Hang. In Cedric Heller, Niklas Thiel und Raffael Cvijetkovic waren drei bisherige U 19-Spieler des Nachbarn Eintracht mit dabei. Auch Marco Aulbach, zuletzt bei der U 23 von Mainz 05 im Tor, hat eine Riederwälder Vergangenheit.

Von den Eigengewächsen wird indes Noah Schmitt den FSV verlassen. „Er wird wahrscheinlich zur Eintracht gehen“, sagte Conrad. Auch bei Nahom Gebru und Leon Hammel stehen die Zeichen auf Abschied. Mit Mohamed Morabet bestünde laut Conrad weiter Kontakt. Eventuell gibt es, wie schon vor einem Jahr bei seiner Verpflichtung, aber eine mutmachende Überraschung. „Patrick Ochs kann sich eine Rückkehr auf den Platz vorstellen“, sagte Conrad. Noch befindet sich der frühere Bundesliga-Akteur, der Anfang April einen Kreuzbandriss erlitten hatte, in der Reha.

Auf ein Trainingslager muss der Trainer aus finanziellen Gründen sehr wahrscheinlich verzichten. „Ich weiß nicht, ob das zu stemmen ist“, sagte Conrad.

Ihr erstes Testspiel bestreiten die Frankfurter jedenfalls am kommenden Mittwoch gegen den Verbandsligisten Germania Schwanheim. Es folgen zu Beginn des nächsten Monats Partien gegen die U 23 des 1. FC Kaiserslautern (1. Juli) und Viktoria Aschaffenburg (8. Juli).

Nach dem Weggang von Teammanager Mikayil Kabaca zum Zweitligisten SV Sandhausen rückt Hakan Sünal in den Fokus. Der bisherige U 15-Trainer wird laut Pressesprecher Carsten Praeg Nachfolger von Nikola Jovanovic als U 19-Coach und übernimmt Aufgaben, die Kabaca innehatte. Als Torwartrainer fungiert weiter Norbert Lorz. Ob ein Co-Trainer verpflichtet wird, ist immer noch ungewiss.

(fri)

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