26.10.2017 03:30 | Michael Helms

Slowenischer Neuzugang: Vito Plut soll dem FSV den Klassenerhalt bescheren

Frankfurt Der slowenische Neuzugang Vito Plut soll mit seinen Treffern dem FSV Frankfurt den Klassenerhalt in der Fußball-Regionalliga Südwest bescheren.

Soll für den FSV Frankfurt treffen: Vito Plut.
Soll für den FSV Frankfurt treffen: Vito Plut. Bild: Reinhard Roskaritz (www.bild-pressehaus.de)

Am Freitagabend gibt der Fußball-Regionalligist FSV Frankfurt sein Gastspiel bei der SV Elversberg. Bei diesem Aufeinandertreffen im Waldstadion Kaiserlinde – Anpfiff ist um 19.30 Uhr – werden die Bornheimer mit zwei Personalien konfrontiert, die sie auf schmerzhafte Art und Weise an die unsägliche Vorsaison erinnern.

Im Januar diesen Jahres, als der damalige Geschäftsführer Clemens Krüger mit aller Macht die sofortige Rückkehr in die Zweite Liga erzwingen wollte, um dem FSV dort aufgrund der fetten TV-Gelder finanziell etwas Luft zu verschaffen, verpflichtete der Club in Milad Salem vom Ligarivalen Holstein Kiel und Smail Morabit vom Zweitligisten FC Heidenheim zwei weitere Spieler, die der Offensive des Drittligisten zusätzlichen Schwung verleihen sollten. Die beiden nicht gerade kostengünstigen Profis erwiesen sich allerdings als Fehleinkäufe, am Ende der Spielzeit stürzten die Frankfurter in die Viertklassigkeit ab und mussten zuvor auch noch Insolvenz anmelden.

Salem und Morabit zogen wie der Rest der Frankfurter Mannschaft weiter und wurden bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber im Saarland fündig. Die SV Elversberg, dank der großzügigen Unterstützung eines Unternehmers aus der Pharmabranche einer der finanzstärksten Clubs der Regionalliga Südwest, nahm Salem und Morabit bis zum 30. Juni 2019 unter Vertrag. Aber irgendwie werden sie auch bei der ambitionierten Spielvereinigung, die zwei Mal in Folge in den Aufstiegsspielen zur Dritten Liga scheiterte, mit den beiden launischen Fußballern nicht glücklich. Beide konnten wie die gesamte Elversberger Mannschaft die in sie gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Für das Team von Cheftrainer Carsten Neitzel sind die beiden Plätze, die zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen berechtigen, schon nach rund einem Drittel der Saison in weite Ferne gerückt.

Ganz andere Ziele als in Elversberg verfolgt man im Frankfurter Osten, wo die Verantwortlichen des FSV den schwierigen Kampf bestreiten, ihren Club sportlich und finanziell zu konsolidieren. Um die Klasse zu halten, sind die Bornheimer noch einmal auf dem Transfermarkt tätig geworden und haben in Vito Plut den dringend notwendigen Stürmer verpflichtet, der beim jüngsten 4:1-Heimsieg des FSV über Hessen Kassel bei seinem Debüt in der Startfeld einen gelungenen Einstand feierte.

Auch wenn er sich trotz eines Treffers und einer Torvorlage recht selbstkritisch präsentierte. „Die Statistik war in Ordnung, aber ich bin noch nicht so richtig drin im Spiel“, sagte der 29 Jahre alte Slowene, dessen Gehalt von zwei Gönnern des FSV finanziert wird. Ein gemeinsamer Freund von FSV-Präsident Michael Görner und Cheftrainer Alexander Conrad hatte den Kontakt zwischen Plut und dem Viertligisten hergestellt. Der FSV suchte händeringend nach einem torgefährlichen Angreifer, Plut, seit Sommer des vergangenen Jahres, als sein Vertrag beim maltesischen Premier-League-Club FC Birkirkara nicht verlängert worden war, einen neuen Arbeitgeber. „Der FSV hat das alles hervorragend organisiert, ich bin sehr gut aufgenommen worden“, erzählt der Mittelstürmer. in fließendem Englisch. Denn obwohl er in der Saison 2013/2014 für den damaligen Drittligisten 1. FC Saarbrücken spielte, sind seine Deutschkenntnisse wie weggeblasen. „Ich dachte, ich könnte noch etwas Deutsch sprechen, habe aber alles verlernt. Aber im Training oder bei den Besprechungen mit dem Trainer verstehe ich alles“, sagt Plut, der insgesamt 15 Länderspiele für die U 21 seines Heimatlandes bestritt und die letzten drei Jahre auf Malta spielte. Vor seiner Zeit in Saarbrücken stand er unter anderem beim belgischen Erstligisten Waasland-Beveren sowie beim slowenischen Spitzenclub NK Maribor unter Vertrag, mit dem er zwei nationale Meistertitel sowie den Landespokal gewann.

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