14.10.2017 21:42 | Von Andreas Schirmer, dpa

Mainz schafft dritten Sieg - HSV unter Druck

Mainz Der Hamburger SV ist wieder in der Bredouille. Mit dem 1:3 beim FSV Mainz 05 verlängerte sich die Bundesliga-Negativserie der Hanseaten auf sechs Partien ohne Sieg. Immerhin ging die Torflaute für den HSV zu Ende.

Jean-Philippe Gbamin (l-r), Torschütze Danny Latza und Robin Quaison jubeln nach dem Tor zum 3:1.
Jean-Philippe Gbamin (l-r), Torschütze Danny Latza und Robin Quaison jubeln nach dem Tor zum 3:1. Bild: Arne Dedert

Trainer Markus Gisdol bringt im Fußball nichts mehr so leicht aus der Ruhe. „Für Panik bin ich der falsche Ansprechpartner”, sagte er nach dem 2:3 (1:1) beim FSV Mainz 05.

Es war die sechste Bundesliga-Partie ohne Sieg in Serie, die sich in der kommenden Woche durchaus fortsetzen könnte, da Rekordmeister Bayern München an der Elbe zu Gast sein wird.

Vor 30 371 Zuschauern erzielten Alexandru Maxim (3. Minute), Stefan Bell (52.) und Latza die Treffer für die Gastgeber. Nach zuvor fünf torlosen Partien gelang Souza Silva Walace (9.) wieder ein Tor für die Hanseaten, die auch noch einen zweiten Treffer nach Videobeweis schießen konnten: Schiedsrichter Felix Brych ahndete nachträglich ein Foul im Mainzer Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Sejad Salihovic (90.). „Es war ein Arbeitssieg mit einer sehr guten Mentalität”, kommentierte 05-Chefcoach Sandro Wagner den Erfolg, nach dem zehn Punkte auf dem Konto stehen.

Die Mainzer erwischten einen Start nach Maß. Schon nach 120 Sekunden schoss Maxim zum 1:0 ein, nachdem sich Giulio Donati auf der rechten Seite stark durchgesetzt hatte und mit einem Rückpass in den Strafraum die bravouröse Vorarbeit leistete. Für den Rumänen Maxim war es der erste Treffer für Mainz.

Die Führung gab aber nicht den Gastgebern Auftrieb, sondern den HSV-Profis. Sie übernahmen nach dem Rückstand das Zepter und konnten in der 9. Minute durch Walace ausgleichen. Nach einem Freistoß-Lupfer von Aaron Hunt köpfte der 05-Kapitän Stefan Bell den Ball dem Brasilianer vor die Füße. Der beendete die hanseatische Torflaute nach 458 Minuten.

Ausgerechnet der Mainzer-Torwart René Adler, der bis zum Sommer fünf Jahre beim HSV spielte, musste sich dabei geschlagen geben. „Ich war nervöser als sonst”, bekannte der frühere Nationalkeeper. „Wir haben nun zehn Punkte und dadurch etwas Luft bekommen.”

Die Hamburger blieben nach dem 1:1 am Drücker und hatten durch Bobby Wood (15.), der sich gegen Pablo De Blasis durchsetzte, aber aus kurzer Distanz über Adler und die Latte hinweg schoss, eine Großchance. Der HSV hatte weiter mehr Spielanteile und Ballbesitz, doch auch die kämpferisch nicht nachlassenden Mainzer sorgten für Gefahr.

Ein Schuss des ehemaligen Hanseaten Kevin Öztunali (24.) von der rechten Seite ging knapp vorbei. Fünf Minuten danach traf Latza mit einem 25-Meter-Knaller nur das Lattenkreuz. Aber auch die Platzherren hatten kurz vor der Pause Glück, als Tatsuya Ito zum freistehenden André Hahn passte. Dieser donnerte aus sechs Metern den Ball ebenfalls nur an die Latte.

Wie zu Beginn der Partie hatten die Mainzer auch nach dem Wiederanpfiff einen optimalen Auftakt. Nach einer Ecke und einer Kopfballverlängerung von Diallo, die von Walace noch abgefälscht wurde, köpfte Bell (52.) zum 2:1 ein. „Wir haben zweimal geschlafen. Am Anfang und nach der Pause”, kritisierte HSV-Profi Hunt.

Zu allem Überfluss machte beim 3:1 von Latza (58.) auch Hamburgs Keeper Christian Mathenia keine gute Figur: Den Schuss aus 20 Meter ließ der Schlussmann durch die Hände gleiten. Zu spät kam der nach Videobeweis verhängte Strafstoß, den Salihovic verwandelte.

(Von Andreas Schirmer, dpa)

Kommentare

  • Hoffentlich macht Mainz so weiter
    geschrieben von Plaza (69 Beiträge) am

    Endlich scheint sich etwas bei Mainz 05 Fußballerisch zu bewegen,und das Duo Schwarz und Schröder begriffen zu haben das nur mit den Punkten zu Hause der Klassenerhalt sicher ist.Spielerisch hat sich auch etwas verbessert was aber Chancenmäßig noch ausbaufähig sein dürfte.Wichtig ist dass auch mit den Siegen zu Hause die Zuschauer wieder kommen,und somit die Einnahmen steigen um eventuell neue Spieler kaufen zu können.Eine eingespielte Mannschaft sollte mindestens zwei Jahre miteinander spielen können. Sollte Mainz weiter Heimsiege schaffen,wird jeder Gegner die Hosen voll haben in Mainz spielen zu müssen.Das bewirkt wieder einen spielerische Überlegenheit der eigenen Mannschaft und die Siege werden leichter fallen.Zu Hause sollte Mainz mit Hilfe der Zuschauer eine Macht werden.Schwarz als Trainer sollte immer darauf bedacht sein das seine Mannschaft schnellen Fußball nach vorne spielt was Adler auch angeht, nur so ist die Abwehr eines Gegners anfällig für eigene Torchancen.



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