04.11.2017 19:08 | Von Morten Ritter, dpa

Vestergaard rettet Mönchengladbach 1:1 gegen Mainz 05

Mönchengladbach Gladbach hat zu Hause Probleme. Auch gegen die auswärts sieglosen Mainzer gab es keinen Sieg. Geärgert wurde sich auch wieder über den Videobeweis.

Gladbachs Nico Elvedi (l-r), Thorgan Hazard, Torschütze Jannik Vestergaard und Lars Stindl jubeln nach dem Treffer zum 1:1-Ausgleich.
Gladbachs Nico Elvedi (l-r), Thorgan Hazard, Torschütze Jannik Vestergaard und Lars Stindl jubeln nach dem Treffer zum 1:1-Ausgleich. Bild: Marius Becker

Der erste Auswärtssieg seit mehr als acht Monaten war zum Greifen nah. „Das waren zwei verlorene Punkte”, meinte der Mainzer Mittelfeldspieler Jean-Philippe Gbamin nach dem 1:1 (1:0) bei Borussia Mönchengladbach.

Doch zu viele ausgelassene Chancen, ein nicht gegebenes Tor und der späte Ausgleichstreffer von Jannik Vestergaard (67.) verhinderten den ersten Punkte-Dreier in der Fremde. Vor 52 659 Zuschauern erzielte Abdou Diallo die Führung für die Gäste, die am 25. Februar den bislang letzten Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga schafften. „Diese Leistung hätte mit drei Punkten belohnt werden müssen”, sagte der Mainzer Sport Vorstand Rouven Schröder.

Für Diskussionen sorgten im Borussia-Park auch wieder die nicht nachvollziehbaren Entscheidungen, wann der Videobeweis angewendet werden soll und wann nicht. „Das fühlt sich nicht gut an. Wir geben dem Test keine Chance. Ich wage die Prognose, dass der Videobeweis im Winter eingestellt wird”, meinte Gladbachs Coach Dieter Hecking.

Bei Levin Öztunalis Schuss zum vermeintlichen 2:0 der Mainzer verhinderte der Videobeweis die Anerkennung des Treffers, in einer anderen Szene als Lars Stindl Gbamin im Strafraum traf, wurde er nicht herbeigezogen. „Wir brauchen klare Richtlinien”, forderte auch der Mainzer Trainer Sandro Schwarz.

Ohne Christoph Kramer, der nach Oberschenkelverletzung erst zur zweiten Halbzeit kam, aber dafür wieder mit dem zuletzt pausierenden Raffael hatten die Gastgeber Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Die Mainzer, die weiterhin auf Torhüter Rene Adler und kurzfristig auch auf Danny Latza (Magen-Darm-Infekt) verzichten mussten, starteten sehr offensiv, attackierten früh und prüften Gladbachs Torhüter Yann Sommer in der ersten Viertelstunde gleich dreimal. Doch Borussias Schlussmann war bei den Versuchen von Gbamin, Suat Serdar und Pablo De Blasis jeweils auf dem Posten.

Beim Führungstreffer von Diallo wurde Sommer kurz darauf vom Torschützen zwar im Fünfmeterraum angegangen, doch nach kurzer Rücksprache erkannte Schiedsrichter Sven Jablonski das 1:0 für die Gäste an. Die Gladbacher benötigten einige Zeit, um ihren Rhythmus zu finden. Nach einer guten halben Stunde hatten Raffael und Thorgan Hazard die ersten Tormöglichkeiten, scheiterten aber jeweils an Robin Zentner. Kurz darauf hatte der Mainzer Schlussmann Glück, als er über den Ball trat und Stindl knapp verpasste.

Mit Kramers Hereinnahme wurde das Gladbacher Spiel strukturierter und besser. Zunächst scheiterte Hazard mit einem Schuss aus spitzem Winkel, dann vergab Raffael aus zehn Metern. Der Ausgleich gelang dann Vestergaard per Kopf nach einem Eckball. Es war bereits der dritte Saisontreffer des Innenverteidigers. Die Gäste blieben bei Kontern zwar gefährlich, mussten sich am Ende aber mit der Punkteteilung begnügen. „Das war ein sehr gutes Auswärtsspiel von uns. Wir waren am Ende dem 2:1 näher als die Gladbacher”, meinte Schwarz.

(Von Morten Ritter, dpa)

Kommentare

  • Keine Trendwende für Köln ausgerechnet in Mainz
    geschrieben von Plaza (70 Beiträge) am

    Sandro Schwarz sollte seine Mannschaft gegen Köln darauf einstellen ,das jeder Spieler an seine Grenzen geht.Köln ist angeschlagen und es darf nicht sein dass sie ausgerechnet in Mainz sich ihre Punkte holen und dort die Wende schaffen.Heimsiege sind eben wichtig für den Klassenerhalt und für die zahlenden Zuschauer.Köln war für Mainz immer ein unangenehmer Gegner,und deshalb sollte jeder Mainzer Spieler nah bei seinem Kölner Gegner stehen.Neunzig Minuten plus eventueller Nachspielzeit sollten nicht für Leichtsinn Sorgen um gegen Köln auf die Verlierer Straße zu kommen.Köln wird alles daransetzen um in Mainz zu Punkten,was auch mit der Rivalität der Karnevalszeit zu tun hat.Und immer wieder ein wichtiger Hinweis an der Trainer für seine Spieler das Fußball nicht nur mit den Füßen gespielt wird,sondern auch mit dem Kopf und das in jedem Spiel.Sollte jeder Spieler das begriffen haben dürfte einem Sieg gegen Köln nichts im Wege stehen.

  • Spielerisch hat sich einiges verbessert
    geschrieben von Plaza (70 Beiträge) am

    Bei Eckballsituationen sollte ein Mainzer Spieler gegenüber des Elfmeterpunktes an der Außenlinie stehen und einer an der hinteren Außenlinie im sechzehner. Das gibt beiden Spielern die Möglichkeit in eine bessere Schussposition zu kommen als alle anderen die am Elfmeterpunkt stehen um ein Tor zu erzielen. Das schnelle Spiel vom Torwart aus nach vorne und vor allem über außen könnten eventuell die halbe Miete eines Sieges werden.Dazu kommt aber, dass in einem Spiel nicht nur sechs Schüsse auf des Gegners Tor Sache sein dürfen.Mainzer Spieler sollten immer nah bei ihrem Gegner stehen damit dieser nicht die Möglichkeit hat auf einen besser postierten eigenen Spieler zu Flanken.Dabei sollte aber auch das eigene Spiel nach vorne nicht vernachlässigt werden.Frühes angreifen noch möglichst vor dem sechzehner und den Gegner daran hindern in den eigenen Strafraum zu Flanken wäre auch wichtig für die eigene Abwehr.Siege zu Hause sind wichtig für die Zuschauer und die Punkte.

  • Mainz soll so weiter machen
    geschrieben von Plaza (70 Beiträge) am

    Das war wirklich eines der besten Auswärtsspiele von Mainz und darauf sollten sie versuchen weiter aufzubauen.Zwei frühe Tore von der eines wieder aberkannt wurde hätten drei Punkte werden können.Die Schiedsrichterentscheidungen sind seit ca.drei Jahren Katastrophal geworden.Ausgerechnet Mainz hatte dabei immer wieder Nachteile gehabt,und deshalb sollten sie weiter versuchen möglichst frühe Tore zu machen.Schwarz sollte seinen Spielern immer wieder klar machen das Fußball ein Mannschaftssport ist und Eigennützigkeit eines Spielers zu keinem Erfolg führt.Zwei Standardsituationen sollte bei jedem Training geübt werden was Eckbälle und Elfmeter betrifft.Bei Eckbällen sollten mindestens zwei Spieler dafür in frage kommen und bei Elfmetern auch zwei bis drei.Was bei allen Spielen der Bundesliga immer wieder zu sehen ist,dass bei Eckbällen sich alle Spieler auf den Elfmeterpunkt konzentrieren.Mainz sollte mindestens zwei Spieler abstellen die nicht direkt am Elfmeterpunkt stehen.



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