03.11.2017 03:30 | Harald Joisten

Frankfurt Skyliners: Nach fast zweimonatiger Zwangspause steht Niklas Kiel vor seinem Saisondebüt

Frankfurt Wochenlang litt Niklas Kiel an den Folgen einer Gehirnerschütterung. Selbst kleinste Anstrengungen machten ihm zu schaffen. Am Sonntag kehrt der 20-Jährige im Bundesliga-Duell gegen Vize-Meister Oldenburg womöglich ins Skyliners-Team zurück.

Ein Bild aus vergangenen Tagen: In dieser Saison konnte Niklas Kiel (rechts) noch kein Pflichtspiel für die Skyliners bestreiten. Nun steht seine Leidenszeit vor dem Ende.
Ein Bild aus vergangenen Tagen: In dieser Saison konnte Niklas Kiel (rechts) noch kein Pflichtspiel für die Skyliners bestreiten. Nun steht seine Leidenszeit vor dem Ende. Bild: JOACHIM STORCH (Pressefotografie Storch/Bad HG)

Anfangs sah es nicht so dramatisch aus. Niklas Kiel hatte sogar darauf gehofft, wenige Tage nach seinem Trainingsunfall mit den Fraport Skyliners in die Bundesliga-Saison starten zu können. Doch der 20-Jährige verpasste das Auftaktduell Ende September in Jena – und auch danach die weiteren sechs Spiele. Die Gehirnerschütterung, bei einem Zusammenprall vor knapp zwei Monaten im Training der Frankfurter zugezogen, war folgenreicher als angenommen. Schon bei geringsten Anstrengungen bekam Kiel Kopfweh, mitunter Schwindelgefühle. An professionellen Basketball war nicht zu denken. „Der Alltag hat mich schon ziemlich fertig gemacht. Ich konnte ihn kaum bewältigen“, gestand der Power Forward gestern. Und er fügte erleichtert an: „Zum Glück ist das vorbei.“

In dieser Woche stieg der deutsche A2-Nationalspieler wieder ins Training ein. Und eventuell geht es mit seinem Saisoneinstand nun doch ganz schnell. Nicht ausgeschlossen, dass Kiel beim schweren Bundesliga-Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Vize-Meister EWE Baskets Oldenburg im Kader stehen wird. Darüber entscheidet Skyliners-Trainer Gordon Herbert kurzfristig. Sollte das gesundheitliche Risiko noch zu groß sein, will es Kiel eine Woche später im Duell beim deutschen Meister Brose Baskets Bamberg versuchen.

Gesicht der Skyliners

„Ich bin diese Woche ins Individualtraining gestartet und habe schon wieder ein paar Sprint-Übungen absolviert, um den Kreislauf in Schwung zu bekommen“, beschreibt Kiel die vergangenen Tage. „Am Ball konnte ich auch schon Würfe aus der Bewegung nehmen und endlich wieder in den Basketball-Rhythmus kommen. Ich spüre noch, dass ich länger nicht aktiv war, aber es kommt alles schnell wieder.“ Kiel soll in dieser Saison ein Gesicht der Skyliners werden. In seiner vierten Spielzeit in Frankfurt war der 2,07 Meter große Power Forward als Startspieler und Leistungsträger eingeplant. Sein Comeback wäre auch deshalb wichtig, da sein Ersatz Richard Freudenberg (19) die entstandene Lücke bisher nicht füllen konnte. Große Erwartungen sind an Kiel vorerst freilich nicht zu knüpfen. Er konnte wochenlang nicht einmal joggen und dürfte daher konditionell etwas Nachholbedarf haben.

Obendrein treffen die Frankfurter am Sonntag auf einen Top-Gegner. Vize-Meister Oldenburg, der in den vergangenen Play-offs erst im Finale gegen Bamberg unterlag, weist wie die Frankfurter aktuell 5:2-Siege auf und kommt immer besser in Form. Unter der Woche besiegten die Niedersachsen auf internationalem Parkett zunächst die Spanier aus Murcia mit 100:80 und festigten dabei ihren zweiten Gruppenplatz in der Champions League. Und in der Bundesliga setzten sie sich am vergangenen Wochenende beim Überraschungsteam Würzburg mit 86:84 durch. Dabei gelang Oldenburg mit einem famosen Schlussspurt noch die Wende. Die 34 Jahre alte Bundesliga-Legende Rickey Paulding, seit 2007 für den Oldenburger Bundesligisten am Ball, erzielte im letzten Viertel alleine 17 Punkte.

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