28.10.2017 03:30 | Harald Joisten

Unerwartetes Topspiel: Skyliners gastieren heute Abend bei Titelanwärter FC Bayern

Frankfurt Noch nie konnten Frankfurts Basketballer in München gewinnen. Auch diesmal sind sie Außenseiter – obwohl es die Spitzenpartie des Spieltages ist.

Bekommt es heute mit den Bayern-„Riesen“ zu tun: Frankfurts Center Mike Morrison.
Bekommt es heute mit den Bayern-„Riesen“ zu tun: Frankfurts Center Mike Morrison. Bild: Huebner/Herkert

Das Budget? Etwa fünfmal so hoch. Der Mannschafts-Etat? Etwa zehnmal so hoch. Die Ambitionen? Gefühlt in einer anderen Liga. Zwischen dem FC Bayern und den Fraport Skyliners liegen Welten. Und doch treffen sich beide Mannschaften heute (20.30 Uhr) zur Top-Partie des siebten Spieltages der Basketball-Bundesliga – so weist es die Tabelle aus. Dort liegen beide Teams mit jeweils 10:2 Punkten auf den Plätzen drei und vier.

Frankfurts Trainer Gordon Herbert misst dieser Momentaufnahme keine große Bedeutung bei. Für ihn sind die Rollen in diesem Duell klar verteilt. „München hat das talentierteste Team in der Liga. Sie haben elf hochwertige und erfahrene Spieler“, sagt der Kanadier und betont: „Das ist eine großartige Herausforderung für uns als Team.“

Mit rund vier Millionen Euro verfügen die Skyliners über etwa ein Fünftel des Bayern-Budgets (geschätzt gut 20 Millionen Euro). Der Mannschafts-Etat der Frankfurter beträgt gut eine Million Euro – Peanuts im Vergleich zu den Münchner (geschätzt gut zehn Millionen Euro). Und mit diesen finanziellen Mitteln im Rücken wollen die Münchner hoch hinaus.

Hoeneß hat viel vor

„Das Ziel muss sein“, sagte Vereins-Präsident Uli Hoeneß vor dieser Saison, „dass wir nicht nur national eine Größe sind wie im Fußball, sondern auch international.“ Hoeneß will den deutschen Basketball mit den Bayern dominieren. Dass sein Team seit dem Bundesliga-Aufstieg vor sechs Jahren bisher nur einmal Meister wurde (2014) und sonst Erzrivale Bamberg zum Titel gratulieren musste, wurmt Hoeneß.

Deswegen nahmen die Bayern im Sommer viel Geld in die Hand. „Wir schauen nicht so sehr auf den Etat, sondern darauf, dass wir eine gute Mannschaft zusammenstellen. Und dann versuchen wir das Geld dafür aufzutreiben. Das ist uns gelungen“, betonte Hoeneß. Alle Transfer-Wünsche, die an das Präsidium herangetragen wurden, seien erfüllt worden. Entsprechend zufrieden gibt sich auch Sportdirektor Marko Pesic. „Ich habe das Gefühl, dass wir in diesem Jahr eine wesentlich bessere Mannschaft haben als im letzten Jahr“, meint der 40-Jährige. Top-Star ist der deutsche Centerspieler Maik Zirbes, der von Maccabi Tel Aviv zu den Bayern wechselte. Neu im Team sind auch die Spielmacher Stefan Jovic (Roter Stern Belgrad) und Braydon Hobbs (Ratiopharm Ulm). Weiter zum Kader gehören die beiden Ex-Frankfurter Danilo Barthel und Alex King sowie die Leistungsträger Nihad Djedovic, Devin Booker, Reggie Redding und Anton Gavel.

Der Saisonstart der Bayern war verheißungsvoll. 87:53 gegen Gießen, 111:53 gegen Braunschweig. Die Konkurrenz begann schon zu rätseln, ob die Bayern in diesem Jahr zu schlagen sein werden. Doch seitdem ist das Spiel des Titelanwärters einigen Schwankungen unterworfen gewesen. Gegen das Überraschungs-Team aus Würzburg setzte es die erste Heimniederlage, zuletzt gab es einen 85:83-Zittersieg in Bremerhaven. Am Mittwochabend glänzten die Bayern dann wieder im Eurocup mit einem 91:83 (51:39)-Sieg bei Hapoel Jerusalem.

Freilich ist die Mannschaft von Trainer Aleksandar Djordjevic heute der klare Favorit. Obendrein wegen des Heimvorteils. Noch nie konnten die Frankfurter im Münchner Audi Dome gewinnen. Acht Duelle gab es bisher. Doch sie wissen, wie die Bayern zu schlagen sind. In der heimischen Arena gelangen den Skyliners in acht Partien fünf Erfolge. Und auch heute scheint eine Überraschung nicht komplett ausgeschlossen.

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